Mehr Platz für den Ja­pan-Tag

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST - VON DENISA RICH­TERS

Das Fest wird vor al­lem bei Ju­gend­li­chen im­mer be­lieb­ter. Weil es in die­sem Jahr zeit­wei­se am Rhein­ufer be­denk­lich voll und ei­ne Sper­rung nö­tig wur­de, soll die Ver­an­stal­tung auf wei­te­re Stand­or­te aus­ge­dehnt wer­den.

In Düs­sel­dorf lebt die dritt­größ­te ja­pa­ni­sche Ge­mein­de Eu­ro­pas. Und die­se Freund­schaft wird seit 2002 je­des Jahr – meist im Mai oder Ju­ni – mit ei­nem Fest ge­fei­ert, das längst zu den Hö­he­punk­ten im ver­an­stal­tungs­rei­chen Ka­len­der der Lan­des­haupt­stadt ge­hört. Be­son­ders das be­ein­dru­cken­de Feu­er­werk am Abend lockt die Mas­sen ans Rhein­ufer und auf den Burg­platz. Der Ja­pan-Tag ist aber auch Ma­gnet für Fans der ja­pa­ni­schen Ani­me-Trick­film­fi­gu­ren, dem be­weg­ten Pen­dant zu den Man­ga-Co­mics. Ent­spre­chend ver­klei­det strö­men Zehn­tau­sen­de Ju­gend­li­che aus ganz Deutsch­land zu dem Ja­pan-Event.

Re­kor­de wur­den bei schö­nem Wet­ter 2014 und in die­sem Jahr mit rund 750.000 Be­su­chern er­reicht. Und da kann es ganz schön eng wer­den: Zu Spit­zen­zei­ten wer­den auf der Ver­an­stal­tungs­flä­che bis zu 181.400 Men­schen gleich­zei­tig ge­zählt, teil­te Ord­nungs­de­zer­nent Ste­phan Kel­ler auf An­fra­ge der CDU im Stadt­rat mit.

Am Un­te­ren Rhein­werft und auf der Holz­brü­cke im Be­reich des Al­ten Ha­fens sei es in die­sem Jahr „tem­po­rär zu sehr ho­hen Per­so­nen­dich­ten und Stau­si­tua­tio­nen“ge­kom­men. Zeit­wei­se muss­ten des­halb Be­rei­che ge­sperrt und Be­su­cher­strö­me um­ge­lei­tet wer­den. Ähn­lich muss­ten die Ord­nungs­kräf­te der Rhein­bahn nach dem Feu­er­werk an der über­vol­len U-Bahn­Sta­ti­on Hein­rich-Hei­ne-Al­lee durch­grei­fen.

Wie in ei­nem sol­chen Fall ge­han­delt wer­den muss, re­gelt das Si­cher­heits­kon­zept, das seit dem Lo­ve­pa­ra­de-Un­glück von Duis­burg für al­le Groß­ver­an­stal­tun­gen gilt. Stadt, Po­li­zei und Rhein­bahn tref­fen sich re­gel­mä­ßig, um aus je­der Ver­an­stal­tung – wie jetzt bei der Größ­ten Kir­mes am Rhein – als Kon­se­quenz Ver­bes­se­run­gen zu zie­hen.

„Ein Kern­punkt wird sein, die Ver­an­stal­tungs­flä­che aus­zu­wei­ten“, sagt Kel­ler auf An­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on. Denn die im­mer grö­ße­re Men­ge Men­schen kön­ne nicht al­lein auf dem Burg­platz und dem schma­len Ufer­strei­fen Platz fin­den. Wie beim an­ste­hen­den Fest zu 70 Jah­ren NRW und Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf soll es künf­tig auch an an­de­ren, na­he­ge­le­ge­nen Stand­or­ten An­ge­bo­te zum Ja­pan-Tag ge­ben. So las­se sich die Be­su­cher-Mas­se bes­ser ver­tei­len. De­tails sol­len in der Ar­beits­grup­pe Groß­ver­an­stal­tun­gen be­spro­chen wer­den.

„Al­les, was hilft, das zu ent­zer­ren, ist sinn­voll“, sagt Po­li­zei­prä­si­dent Nor­bert Wes­se­ler. Er be­stä­tigt auch, dass es die­ses Mal beim Ja­pan-Tag vol­ler war als sonst. Das Si­cher­heits­kon­zept ha­be gut ge­grif­fen, man ha­be re­la­tiv schnell re­agiert. Die Pro­ble­me sei­en er­kannt und müss­ten nun als Er­fah­run­gen in ein ver­bes­ser­tes Kon­zept ein­flie­ßen.

Beim Ja­pan-Tag wa­ren au­ßer den Po­li­zei­be­am­ten noch 43 Mit­ar­bei­ter ei­nes vom Ver­an­stal­ter be­auf­trag­ten Si­cher­heits­diens­tes, 57 Kräf­te des Sa­ni­täts- und Ret­tungs­diens­tes, 13 Mit­ar­bei­ter des städ­ti­schen Ord­nungs­diens­tes im Ein­satz.

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