Po­ké­mon-Spie­ler wün­schen sich mehr Platz

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST - VON LAU­RA IH­ME

Die Gi­rar­det-Brü­cke bleibt ei­ne Pro­blem­zo­ne: Teil­wei­se sit­zen die Spie­ler so­gar schon auf der Stra­ße.

Die Kö­nigs­al­lee ist wei­ter­hin in fes­ter Hand der Po­ké­mon-Go-Spie­ler. Das bringt je­doch ei­ni­ge Pro­ble­me mit sich: Au­tos und Fuß­gän­ger müs­sen aus­wei­chen, es liegt Müll auf der Stra­ße her­um und Bän­ke sind noch im­mer Man­gel­wa­re. Die Stadt will nur teil­wei­se ein­grei­fen.

„Vor al­lem am Wo­che­n­en­de ist es hier ziem­lich voll. Und we­gen der Bän­ke auf der Brü­cke kom­men zum Bei­spiel Müt­ter mit Kin­der­wa­gen nicht mehr über den Bür­ger­steig und wei­chen über die Stra­ße aus“, be­rich­tet Phi­lip Matt­heis. Der 20Jäh­ri­ge kommt fast je­den Tag zur Gi­rar­det-Brü­cke. Meis­tens ver­sucht er dann, ei­nen Platz am Ge­län­der der Brü­cke zu be­kom­men. Klappt dies nicht, sitzt er auf dem Bord­stein mit den Bei­nen auf der Fahr­bahn – und wird dann von Au­tos um­fah­ren. „Bis­lang ist mir zum Glück noch kei­ner über die Bei­ne ge­fah­ren“, sagt er und lacht. Ei­ne Sper­rung der Brü­cke durch die Stadt – zu­min­dest am Wo­che­n­en­de – wür­den Matt­heis und sei­ne Mit­spie­ler des­halb be­grü­ßen. „Es wür­de ja auch nicht so viel aus­ma­chen, die Brü­cke kurz­zei­tig zu sper­ren. Dann wei­chen die Au­tos eben auf ei­ne an­de­re Brü­cke aus und man könn­te noch mehr Sitz­ge­le­gen­hei­ten auf­stel­len“, sagt er.

Bei­des, mehr Bän­ke so­wie Stra­ßen­sper­run­gen, schließt die Stadt im Mo­ment je­doch aus. Mehr­fach am Tag wür­de der Ord­nungs- und Ser­vice­dienst an der Brü­cke vor­bei- schau­en, hieß es auf An­fra­ge, ei­nen An­lass für ei­ne Sper­rung se­he man je­doch nicht.

Und mehr Bän­ke sind schlicht nicht ver­füg­bar: „Das Gar­ten­amt hat ge­prüft, ob es zu­sätz­li­che Bän­ke auf­stel­len kann. Das geht aber nicht, weil we­gen des Gestal­tungs­kon­zep­tes der Kö nur be­stimm­te Bän­ke auf­ge­stellt wer­den dür­fen. Von ih­nen gibt es aber kei­ne mehr“, sag­te ein Spre­cher. Al­ler­dings man sich nun um den Müll rund um die Brü­cke küm­mern: So prüft das Um­welt­amt, ob zu­sätz­li­che Müll­ton­nen auf­ge­stellt wer­den kön­nen. Vie­le Spie­ler hat­ten zu­letzt ih­ren Müll lie­gen­las­sen. Ih­re Mit­spie­ler ha­ben das Pro­blem des­halb be­reits selbst in die Hand ge­nom­men und Pla­ka­te mit der Bit­te um Säu­be­rung an der Brü­cke an­ge­bracht. Mei­nung: Fin­den Sie, die Brü­cke soll­te zeit­wei­se für den Ver­kehr ge­sperrt wer­den? Schi­cken Sie uns ei­ne E-Mail an du­es­sel­dorf@rhei­ni­sche-post.de.

RP-FO­TO: UJR

Vor al­lem am Wo­che­n­en­de, wenn es auf der Brü­cke rich­tig voll wird, müs­sen Au­tos auf der Gi­rar­det-Brü­cke aus­wei­chen.

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