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Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

halb Eu­ro­pas. Der FC Bay­ern Mün­chen war 2014 die ers­te Mann­schaft, die den Sprung in die USA wag­te. Mitt­ler­wei­le un­ter­hält der deut­sche Re­kord­meis­ter so­gar ein ei­ge­nes Bü­ro in New York und tourt in die­ser Wo­che wie­der durch die Staa­ten.

Im ver­gan­ge­nen Jahr wa­ren es in Mün­chen und Dort­mund zwei Klubs, in die­sem Jahr sind es schon vier – ne­ben Bay­ern und Dort­mund noch Mainz (USA) und Schal­ke (Chi­na). Die Deut­sche Fuß­ball Li­ga för­dert sol­che Tou­ren fi­nan­zi­ell in durch­aus er­heb­li­chem Um­fang. Je nach Ab­schnei­den in der ab­ge­lau­fe­nen Sai­son sind bis zu 300.000 Eu­ro an Zu­schuss drin. In an­de­ren Län­dern ist man seit je­her ver­mark­tungs­tech­nisch deut­lich of­fen­si­ver un­ter­wegs. In die­sem Som­mer zum Bei­spiel sind gleich 19 Pre­mier-Lea- gue-Klubs auf Wer­be­tour, 13 da­von in Über­see. Nur Auf­stei­ger Midd­les­brough ist zur Vor­be­rei­tung auf der In­sel ge­blie­ben.

Die deut­schen Klubs ha­ben lan­ge vor al­lem über die Nach­tei­le ge­stöhnt. Rei­se­stra­pa­zen, Zeit­ver­schie­bung, Kli­ma­ver­än­de­rung und die ver­lo­re­ne Vor­be­rei­tungs­zeit wa­ren für sie stets gu­te Ar­gu­men­te, sich eher ge­gen die Ero­be­rung von neu­en Märk­ten auf frem­den Kon­ti­nen­ten zu ent­schei­den. Die klei­ne­ren Klubs ha­ben sich nicht so vie­le Chan­cen aus­ge­rech­net, in an­de­ren Län­dern Fuß zu fas­sen. Doch das Bei­spiel Mainz zeigt, dass auch da lang­sam ein Um­den­ken ein­setzt.

„Man merkt na­tür­lich, dass wir nicht Bay­ern Mün­chen sind und um un­se­re Ter­mi­ne her­um kein Ver­kehrs­cha­os ent­steht. Aber das war jetzt mal ein An­fang für uns, auf dem wir auf­bau­en kön­nen“, wird Mainz-Trai­ner Mar­tin Schmidt in der „Welt“zi­tiert.

Der FC Bay­ern be­schäf­tigt ei­nen Vor­stand für In­ter­na­tio­na­li­sie­rung und Stra­te­gie. Jörg Wa­cker, der vor­her für ei­nen Wett­an­bie­ter ar­bei­te­te, hat nach dem US-Markt nun auch wie Kon­kur­rent Bo­rus­sia Dort­mund Asi­en im Blick. Die West­fa­len ha­ben in Shang­hai be­reits ei­ne De­pen­dance er­öff­net, im Sep­tem­ber zie­hen die Münch­ner nach. Schließ­lich wol­len sie sich kein gu­tes Ge­schäft ent­ge­hen las­sen. Der BVB hofft, der­weil im nächs­ten Jahr rund 30 Mil­lio­nen Eu­ro in Chi­na um­set­zen zu kön­nen. Schon bald, be­kräf­tig­te Watz­ke im In­ter­view mit der „Bild am Sonn­tag“, will der Klub zehn Pro­zent des Um­sat­zes im asia­ti­schen Raum er­zie­len. Und das soll erst der An­fang sein.

FO­TO: IM­A­GO

He­ja BVB: Bo­rus­sia Dort­mund hat fre­ne­ti­sche An­hän­ger, wie hier beim Test­spiel ge­gen Man­ches­ter Uni­ted in Shang­hai.

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