Die DEG ist wie­der da

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON THO­MAS SCHUL­ZE

Die Fans ho­no­rie­ren die gu­ten Leis­tun­gen der ver­gan­ge­nen bei­den Jah­re. Der Eis­ho­ckey­ver­ein hat be­reits 2900 Dau­er­kar­ten ver­kauft – so vie­le wie seit zehn Jah­ren nicht mehr. 40 Pro­zent der Zu­schau­er kom­men aus dem Um­land.

Jah­re­lang ha­ben sie nur von den frü­he­ren, glanz­vol­len Zei­ten an der Brehm­stra­ße ge­schwärmt, in de­nen das Sta­di­on im­mer aus­ver­kauft war, wo die bes­ten Fans der Welt zu Hau­se wa­ren und die Düs­sel­dor­fer Eis­lauf-Ge­mein­schaft acht Mal deut­scher Meis­ter wur­de. My­thos Brehm­stra­ße.

Man­ches stimmt. Tat­säch­lich wa­ren die Fans glei­cher­ma­ßen krea­tiv wie laut­stark, und jah­re­lang war das Sta­di­on tat­säch­lich Wo­che für Wo­che mit 10.500 Zu­schau­ern aus­ver­kauft, stan­den die Fans nachts beim Kar­ten­ser­vice Sül­ten­fuß und Sport Thelen an, um zwei Ti­ckets zu er­gat­tern, denn nur 1000 ge­lang­ten in den frei­en Ver­kauf. Und tat­säch­lich fan­den da­mals re­gel­mä­ßig mehr Zu­schau­er den Weg zur Brehm­stra­ße als zur Fortu­na ins Rhe­in­sta­di­on, was heut­zu­ta­ge ge­ra­de­zu un­vor­stell­bar ist.

Man­ches stimmt aber auch nicht. Zur Jahr­tau­send­wen­de war das Eis­sta­di­on nicht mehr re­gel­mä­ßig aus­ver­kauft, die Stim­mung war nicht mehr so aus­ge­las­sen, die Brehm­stra­ße ei­ne in die Jah­re ge­kom­me­ne Bruch­bu­de, die heu­ti­gen Stan­dards eben nicht mehr ent­sprach.

So ka­men ver­schie­de­ne Aspek­te zu­sam­men, als der Um­zug von der Brehm­stra­ße in den ISS-Do­me nach Rath er­folg­te. Zum ei­nen frem­del­ten die Eis­ho­ckey­fans mit den neu­en Are­nen, die über­all in Deutsch­land ge­baut wur­den, zum an­de­ren war der Fuß­ball als Sport­art Num­mer eins der­ma­ßen er­starkt, dass al­le an­de­ren Dis­zi­pli­nen ein Schat­ten­da­sein führ­ten. Zur Pre­mie­ren­sai­son im ISS-Do­me konn­te die DEG noch 3500 Dau­er­kar­ten ver­kau­fen, doch dann ging es berg­ab – sport­lich und wirt­schaft­lich.

Jetzt ha­ben die Rot-Gel­ben die Tal­soh­le durch­schrit­ten, und es geht wie­der auf­wärts. Das war an der Ta­bel­le ab­zu­le­sen, wo die DEG in der ver­gan­ge­nen bei­den Jah­ren je­weils Fünf­ter war, das be­wei­sen die Zu­schau­er­zah­len. Hin­zu kommt, dass die Füh­rungs­que­re­len be­en­det sind und der Ver­ein so gut auf­ge­stellt ist wie seit Jah­ren nicht. All das wird jetzt von den Fans ho­no­riert. So hat der Klub knapp zwei Mo­na­te vor dem Sai­son­start be­reits 2900 Dau­er­kar­ten ver­kauft – so vie­le wie seit zehn Jah­ren nicht mehr. Die Schall­mau­er von 3000 Ti­ckets wird si­cher­lich durch­bro­chen, viel­leicht so­gar ein neu­er Re­kord im ISSDo­me auf­ge­stellt.

„Es freut uns na­tür­lich, dass wir in der Eis­ho­ckey- und Düs­sel­dor­fer Sport­fa­mi­lie wie­der stär­ker ver­an­kert sind“, sagt Pres­se­spre­cher Frie­der Feld­mann. Doch die Strahl­kraft der DEG reicht weit über die Stadt­gren­ze hin­aus. 60 Pro­zent der Dau­er­kar­ten­käu­fer kom­men aus Düsseldorf, 40 Pro­zent aus dem Um­land – vom Nie­der­rhein, aus dem Ruhr­ge­biet und dem Ber­gi­schen Land. „Wir freu­en uns, dass es uns ge­lun­gen ist, das Ver­trau­en vie­ler Fans zu­rück­zu­ge­win­nen und dass wir auch neue hin­zu ge­won­nen ha­ben“, sagt Trai­ner Christof Kreut­zer. „Wir wer­den sie nicht ent­täu­schen.“

FO­TO: DPA

Die Stim­mung auf den Rän­gen des ISS-Do­me hat sich in den ver­gan­ge­nen ein­ein­halb Jah­ren deut­lich ver­bes­sert.

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