Mar­kus Lü­pertz be­singt Ar­ka­di­en im Hei­ne Haus

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER KULTUR -

Der ehe­ma­li­ge Rek­tor der Kunst­aka­de­mie, der Ma­ler und Dich­ter wird morgen Ge­dich­te aus sei­nem neu­en Buch vor­tra­gen.

(los) Wür­de man Mar­kus Lü­pertz da­nach fra­gen, wer wohl der größ­te Künst­ler un­ter der Son­ne ist, wür­de man höchst­wahr­schein­lich ei­ne sehr kur­ze Ant­wort be­kom­men. „Ich“, wür­de der 75-Jäh­ri­ge sa­gen, da­bei lä­cheln, nicht selbst­iro­nisch, son­dern über­wäl­tigt von der Echt­heit sei­ner Wor­te. Na­tür­lich ist das auch ei­ne gro­ße Ges­te, ei­ne heut­zu­ta­ge sel­te­ne Hal­tung – die des Bo­he­mi­an. Wie so man­ches bei Lü­pertz.

Jetzt ist der ehe­ma­li­ge Aka­de­mieDi­rek­tor, der Ma­ler und Bild­hau­er und eben auch Dich­ter im Hei­ne Haus zu er­le­ben, wo er ge­le­gent­lich schon auf­ge­tre­ten ist, wenn es von ihm et­was zu le­sen gab. Es­says und Ta­ge­buch­auf­zeich­nun­gen, un­ge­stü­me Ma­ni­fes­te et­wa, die er auch in „Frau und Hund“pu­bli­ziert, ei­ne Zeit­schrift für dis­kur­si­ves Den­ken.

Und jetzt al­so Ar­ka­di­en. Das The­ma sei­nes jüngs­ten Wer­kes, und es ist na­tur­ge­mäß kein klei­nes, dem­nach für Lü­pertz ein an­ge­mes­se­nes. Der my­thi­sche Ar­ka­di­en ist Sehn­suchts­ort und Uto­pie, ist Qu­el­le un­se­rer Wün­sche und auch dar­um nie­mals er­reich­bar. Ar­ka­di­en ist in die­sem Sin­ne der nie er­lö­schen­de An­trieb un­se­rer In­spi­ra­ti­on.

Lü­pertz soll­te man aber nicht nur le­sen, man muss ihn auch er­le­ben. Dich­tung und Dich­ter wer­den in sei­nen Auf­trit­ten eins. Und er ver­spricht ei­ni­ges: Denn sein Buch sei ein Grei­fen nach dem, was in der ak­tu­el­len Poe­sie ver­lo­ren ge­gan­gen ist. Statt­des­sen strot­ze jun­ge Dicht­kunst von Lieb­lo­sig­keit, Kri­tik und Po­li­tik. Ei­ne „päd­ago­gi­sche Um­welt­be­las­tung“sei das – und ge­he ihm „so was von auf den Docht“. Info Don­ners­tag, 28. Ju­li, 19.30 Uhr, Hei­ne Haus, Bol­ker­stra­ße 53, Ein­tritt: acht Eu­ro, er­mä­ßigt sechs

FO­TO: M. LÜ­PERTZ

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