For­de­rung nach Nach­rich­ten­ka­nal von ARD und ZDF

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - FERNSEHEN -

BER­LIN (dpa) Nach den dra­ma­ti­schen Er­eig­nis­sen in den ver­gan­ge­nen Ta­gen wird der Ruf nach ei­nem Nach­rich­ten­ka­nal von ARD und ZDF lau­ter. So for­dert der Grün­dungs­in­ten­dant des Deutsch­land­ra­di­os, Ernst Elitz, ein Nach­rich­ten­an­ge­bot der öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­der rund um die Uhr. Auch Ul­rich Dep­pen­dorf, frü­he­rer Lei­ter des ARD-Haupt­stadt­stu­di­os, und der frü­he­re WDR-In­ten­dant Fritz Pleit­gen ha­ben sich für ein sol­ches Pro­gramm aus­ge­spro­chen.

„Hier mal ei­nen ,Brenn­punkt’, da ei­ne ver­län­ger­te ,Ta­ges­schau’ und ei­ne schnell ein­ge­scho­be­ne Son­derTT-Sen­dung sind nur hilf­lo­se Re­ak­tio­nen auf die ak­tu­el­len Er­eig­nis­se“, sag­te Elitz. Statt drei­er In­fo­ka­nä­le – ZDF info, Pho­enix und Ta­ges­schau24 – müss­ten die Sen­der ei­nen ge­mein­sa­men Nach­rich­ten­ka­nal auf­bau­en, der den di­gi­ta­len Her­aus­for­de­run­gen ge­recht wer­de.

Kai Gniff­ke, Chef von ARD-ak­tu­ell, wi­der­sprach der Darstel­lung. Die ARD ha­be be­reits mit dem Di­gi­tal­ka­nal Ta­ges­schau24 die Mög­lich­keit, wie et­wa beim Amok­lauf von Mün­chen, schnell auf über­ra­schen­de Er­eig­nis­se zu re­agie­ren. Der 75jäh­ri­ge Jour­na­list und frü­he­rer Mo­de­ra­tor des „heu­te-jour­nals“Elitz hält das nicht für aus­rei­chend: „Die Zu­schau­er war­ten nicht, bis die ARD und ZDF ei­ne ak­tu­el­le Sen­dung in ihr Sen­de­sche­ma pres­sen, sie su­chen die In­fos so­fort in den so­zia­len Netz­wer­ken, und sie ver­fol­gen die Er­eig­nis­se im Netz par­al­lel zum Fern­se­hen.“

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