Mäd­chen ran­da­lie­ren im Bahn­hof

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

El­tern wei­ger­ten sich, ih­re Töch­ter (15 und 16) in der Po­li­zei­wa­che ab­zu­ho­len.

(sg) Zwei be­trun­ke­ne Te­enager aus Dor­ma­gen ha­ben ges­tern am frü­hen Morgen im Haupt­bahn­hof ran­da­liert und sich mas­siv ge­gen ih­re Fest­nah­me durch die Bun­des­po­li­zei ge­wehrt. Die war ge­gen 3.30 Uhr von ei­ner Mit­ar­bei­te­rin der Deut­schen Bahn auf die 15 und 16 Jah­re al­ten Te­enager auf­merk­sam ge­macht wor­den. Die Mäd­chen und ihr 14-jäh­ri­ger Be­glei­ter hat­ten die Frau an­ge­pö­belt und be­lei­digt. Als die Po­li­zis­ten die Per­so­na­li­en der Ju­gend­li­chen fest­stel­len woll­ten, wur­den sie laut­stark be­schimpft – so laut, dass ei­ne Strei­fe au­ßer­halb des Ge­bäu­des dar­auf auf­merk­sam wur­de und zur Un­ter­stüt­zung der Kol­le­gen her­bei­eil­te.

Weil die Mäd­chen sich nicht aus­wei­sen konn­ten, soll­ten sie mit zur Wa­che kom­men, was die 15-Jäh­ri­ge da­zu ver­an­lass­te, den Be­am­ten Ge­walt an­zu­dro­hen. Sie ha­be da­zu ihr Han­dy „schlag­be­reit in die lin­ke Hand“ge­nom­men, teil­te die Bun­des­po­li­zei mit. Un­ter ei­nem „Wort­schwall an Be­lei­di­gun­gen“sei­en die Mäd­chen und der Jun­ge schließ­lich zur Wa­che ge­bracht wor­den, wo die Iden­ti­tä­ten fest­ge­stellt wur­den. Die El­tern der Mäd­chen woll­ten die bei­den al­ler­dings nicht in der Wa­che ab­ho­len, ga­ben laut Bun­des­po­li­zei die Er­laub­nis da­zu, dass die Mäd­chen al­lein nach Hau­se fah­ren. Al­ko­tests hat­ten bei den Ju­gend­li­chen Ate­m­al­ko­hol­wer­te von 1,3 und 1,4 Pro­mil­le er­ge­ben. Der 14-Jäh­ri­ge, der bei der Düs­sel­dor­fer Po­li­zei ver­misst gemeldet war, kam in ei­ne Ju­gend­schutz­stel­le.

RP-FO­TO: BAU­ER

And­re Schu­ma­cher von der „Düs­sel­dor­fer Initia­ti­ve ge­gen den Schlag­an­fall“will die Ver­sor­gungs­lü­cke bei der halb­sei­ti­gen Seh­feld­stö­rung schlie­ßen.

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