Fuß­ball-Le­gen­de Tot­ti kri­ti­siert Hi­guaín-Wech­sel

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

ROM (dpa) AS Roms Ka­pi­tän Fran­ces­co Tot­ti hat den Wech­sel von Stür­mer Gon­za­lo Hi­guaín zum ita­lie­ni­schen Fuß­ball-Meis­ter Ju­ven­tus Tu­rin scharf kri­ti­siert. „Es gibt nicht vie­le Sport­ler, die ih­rem Her­zen fol­gen. Sie ent­schei­den statt­des­sen zu wech­seln, um Ti­tel zu ge­win­nen und mehr zu ver­die­nen. Sie sind wie No­ma­den“, sag­te der 39Jäh­ri­ge der „Gaz­zet­ta del­lo Sport“.

Hi­guaín war für 90 Mil­lio­nen Eu­ro vom Serie-A-Zwei­ten SSC Nea­pel zum di­rek­ten Kon­kur­ren­ten nach Tu­rin ge­wech­selt. „Die Fans er­war­ten, dass ein Spie­ler sie nicht be­trügt“, ur­teil­te Tot­ti. „Schaut auf das, was mit Hi­guaín pas­siert ist. Das ist ein De­sas­ter.“

Der Welt­meis­ter von 2006 geht in sei­ne 25. Sai­son bei der Ro­ma und hat in der Haupt­stadt längst ei­nen Le­gen­den­sta­tus er­reicht. „Wenn ich ans Geld ge­dacht hät­te, hät­te ich Rom vor zehn Jah­ren ver­las­sen. Für mich war es im­mer ei­ne Her­zensent­schei­dung, zu blei­ben“, er­klär­te er. „Für mich gibt es an­de­res ne­ben dem Geld, die Lei­den­schaft.“Über sein Kar­rie­re­en­de hat sich der Mit­tel­feld­spie­ler nach ei­ge­nen An­ga­ben noch kei­ne Ge­dan­ken ge­macht. „Es wird frü­her oder spä­ter ein En­de ge­ben, ich muss nur den rich­ti­gen Mo­ment fin­den“, sag­te Tot­ti.

In Tu­rin ist die Be­geis­te­rung um Hi­guaín un­ge­bro­chen. „Will­kom­men bei Juve! Es ist groß­ar­tig, dich in un­se­rem Team zu ha­ben“, schrieb sein Kol­le­ge Sa­mi Khe­di­ra auf Twit­ter. Der Welt­meis­ter kennt Hi­guaín aus ge­mein­sa­men Zei­ten bei Re­al Ma­drid. Mit dem Stür­mer­star will Juve nach dem Aus ge­gen den FC Bay­ern ver­gan­ge­ne Sai­son und der Fi­nal-Nie­der­la­ge zu­vor ei­nen neu­en An­griff auf den Ti­tel in der Cham­pi­ons Le­ague star­ten.

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