Wit­wer und Lie­fe­rant strei­ten we­gen Gra­nit-Gr­ab­steins

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(wuk) Mo­na­te­lang muss­te ein Wit­wer (57) auf den Gr­ab­stein für sei­ne ver­stor­be­ne Frau war­ten. Das brach­te den 51-jäh­ri­gen In­ha­ber ei­nes in­zwi­schen ab­ge­mel­de­ten Gr­ab­mal-Be­trie­bes ges­tern we­gen Be­tru­ges vors Amts­ge­richt. Kas­siert hat­te er von je­nem Wit­wer im Früh­jahr 2014 zwar 1500 Eu­ro An­zah­lung für ei­nen „ro­ten Fich­tel­ge­birgs-Gra­nit“, doch auch nach mo­na­te­lan­gem Fra­gen und Drän­gen des Auf­trag­ge­bers hat der An­ge­klag­te den Stein nie ge­lie­fert. Zu ei­nem Urteil kam die Rich­te­rin ges­tern aber nicht. Vor­her will sie wei­te­re Zeu­gen hö­ren.

Der An­ge­klag­te be­haup­tet, trotz lee­rer Auf­trags­bü­cher und Eb­be auf sei­nen Fir­men­kon­ten sei er sol­vent ge­nug ge­we­sen, um den ge­wünsch­ten Gr­ab­stein zu be­sor­gen. Nur sei ro­ter Fich­tel­ge­birgs-Gra­nit da­mals trotz al­ler sei­ner Be­mü­hun­gen ein­fach nicht lie­fer­bar ge­we­sen. „Ich ha­be den Kun­den nicht be­tro­gen“, be­teu­er­te er ges­tern. Denn kaum ha­be er den ge­wünsch­ten Stein end­lich be­schafft, „kam von de­nen die An­zei­ge“. Statt der Fa­mi­lie die An­zah­lung zu­rück­zu­zah­len, ha­be er den Gra­nitstein beim Lie­fe­ran­ten aber „ge­blockt“, könn­te ihn nun „von heu­te auf mor­gen“lie­fern. Nur hat die Fa­mi­lie in­zwi­schen von ei­nem an­de­ren St­ein­metz den ge­wünsch­ten Stein er­hal­ten und am Gr­ab der Mut­ter auf­ge­stellt. Wann der Pro­zess wei­ter­geht, ist noch un­ge­wiss.

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