Tritt­brett­fah­rer

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STIMME DES WESTENS -

Im all­ge­mei­nen Rück­fall in Nost­al­gie ver­gisst man, dass die Stra­ßen­bahn auch nicht mehr ist, was sie ein­mal war. Ein äu­ße­res Tritt­brett be­fin­det sich an den Sil­ber­pfei­len auf Schie­nen nicht mehr. Wer sich frü­her auf je­nem Brett be­för­dern ließ, galt als Tritt­brett­fah­rer. Er er­schlich sich ei­ne Leis­tung. Heu­te gilt der­je­ni­ge als Tritt­brett­fah­rer, der „wis­sent­lich ei­ne Fal­sch­mel­dung in die Welt setzt und ei­nen Po­li­zei­ein­satz pro­vo­ziert“. So warnt die Münch­ner Po­li­zei ak­tu­ell Men­schen vor den Fol­gen ih­res Han­delns. Nach dem Amok­lauf kam es ver­mehrt zu un­be­grün­de­ten Dro­hun­gen. Ein Hub­schrau­ber­ein­satz schlägt dem­nach mit 3460 Eu­ro pro St­un­de zu Bu­che. Da Hub­schrau­ber noch im­mer über Tritt­bret­ter ver­fü­gen, könn­ten die Fal­sch­mel­der dort mit­flie­gen. Er­schli­chen hät­ten sie sich dann nichts. her

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