Hilfs­kor­ri­do­re in Alep­po ein­ge­rich­tet

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK -

DA­MAS­KUS/GENF (dpa) Die sy­ri­sche Füh­rung und ihr Ver­bün­de­ter Russ­land ha­ben in der um­kämpf­ten sy­ri­schen Stadt Alep­po über­ra­schend vier Kor­ri­do­re für hu­ma­ni­tä­re Hil­fe ein­ge­rich­tet. Wie Ak­ti­vis­ten in der nord­sy­ri­schen Me­tro­po­le der Deut­schen Pres­se-Agen­tur be­stä­tig­ten, war­fen Hub­schrau­ber ges­tern Flug­blät­ter über den Re­bel­len­vier­teln ab. Dar­auf wa­ren die Rou­ten ver­zeich­net, über die Be­woh­ner die Stadt ver­las­sen könn­ten. Zu­dem sei­en in ei­ni­gen Vier­teln Le­bens­mit­tel und Win­deln ab­ge­wor­fen wor­den. Die Ver­ein­ten Na­tio­nen (UN) wur­den nach ei­ge­nen An­ga­ben von der An­kün­di­gung über­rascht.

Wie der UN-Son­der­be­auf­trag­te für Sy­ri­en, Staf­fan de Mis­tu­ra, in Genf sag­te, wur­de die Ein­rich­tung der Hilfs­kor­ri­do­re nicht mit den Ver­ein­ten Na­tio­nen ab­ge­spro­chen. Man wol­le da­her vor ei­ner Beur­tei­lung wei­te­re In­for­ma­tio­nen Russ­lands ab­war­ten. Die hu­ma­ni­tä­re Si­tua­ti­on in Alep­po ist nach An­ga­ben von Men­schen­rechts­be­ob­ach­tern ver­hee­rend. 200.000 bis 300.000 Men­schen sei­en in den Re­bel­len­vier­teln ein­ge­schlos­sen.

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