Düs­sel­dor­fer An­woh­ner müs­sen für „Hit­ler-As­phalt“zah­len

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK -

DÜS­SEL­DORF (RP) Düs­sel­dor­fer Bür­ger müs­sen für ei­ne Stra­ßen­de­cke aus dem Jahr 1937 be­zah­len. Das Düs­sel­dor­fer Ver­wal­tungs­ge­richt er­klär­te ges­tern, dass die Ge­büh­ren­be­schei­de der Stadt in­so­weit recht­mä­ßig sei­en (Az.: 12 K 8122/13).

Erst mit dem Bau von Geh­we­gen 2009 sei die 1937 be­gon­ne­ne Er­schlie­ßung des Stra­ßen­ab­schnitts ab­ge­schlos­sen ge­we­sen. Der be­trof­fe­ne Stra­ßen­ab­schnitt sei „über Jahr­zehn­te ge­wach­sen“. Die Stadt sei so­gar ver­pflich­tet, die Bei­trä­ge zu er­he­ben. Für die Dau­er der Er­schlie­ßung ge­be es „kei­ne Ver­jäh- rung, kei­ne Ver­wir­kung und kei­nen Ver­trau­ens­schutz“.

Die Kam­mer reg­te an, die Kos­ten für die Geh­we­ge zu hal­bie­ren und die Bei­trä­ge um den ent­spre­chen­den Be­trag zu min­dern. In ei­nem Fall muss ein An­woh­ner nun 3000 Eu­ro we­ni­ger zah­len. „Auf Sei­ten der An­woh­ner war klar, dass es kei­ne ab­so­lu­te Bei­trags­frei­stel­lung ge­be, auf der Sei­te der Stadt stand fest, dass man die For­de­rung nicht in vol­ler Hö­he durch­set­zen kann“, sag­te Höt­te. Mit dem Ver­gleich ist der Rechts­streit zwi­schen An­woh­nern und Stadt bei­ge­legt.

FO­TO: DPA

Die Stra­ße wur­de 1937 ge­baut, aber erst 2009 fer­tig­ge­stellt.

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