Fi­nanz­auf­sicht will Bo­ni­täts­an­lei­hen ver­bie­ten

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - WIRTSCHAFT -

FRANK­FURT (rtr) Die Fi­nanz­auf­sicht Bafin will den Ver­kauf so­ge­nann­ter Bo­ni­täts­an­lei­hen an Pri­vat­kun­den ver­bie­ten. Der 6,3 Mil­li­ar­den Eu­ro schwe­re Markt für die­se De­ri­va­te wür­de da­mit zum Er­lie­gen kom­men. „Struk­tu­rier­te Pro­duk­te, die sich auf Kre­dit­ri­si­ken be­zie­hen, kön­nen für in­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren ei­ne sinn­vol­le An­la­ge­al­ter­na­ti­ve sein. In die Hän­de von Pri­vat­kun­den ge­hö­ren sie aus un­se­rer Sicht aber nicht“, er­klär­te Bafin-Di­rek­to­rin Eli­sa­beth Ro­e­ge­le. Bei Bo­ni­täts­an­lei­hen tra­gen die Käu­fer nicht nur das Ri­si­ko, dass die Bank selbst sie be­die­nen kann. Die Pa­pie­re sind zu­dem mit Kre­dit­ri­si­ken von Un­ter­neh­men un­ter­legt, so­dass Zin­sen und Rück­zah­lung zu­sätz­lich da­von ab­hän­gen, ob die Kre­di­te be­dient wer­den. In ei­ner Un­ter­su­chung ha­be sich zu­dem her­aus­ge­stellt, dass Ban­ken Kun­den in der Re­gel nicht aus­rei­chend über die Ri­si­ken auf­ge­klärt hät­ten, so Bafin-Ex­per­tin Ro­e­ge­le. Emit­ten­ten und Bür­ger kö­nen sich bis 2. Sep­tem­ber zu den Plä­nen der Bafin äu­ßern. Be­reits ver­kauf­te Bo­ni­täts­an­lei­hen wä­ren von ei­nem Ver­bot nicht be­trof­fen.

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