Mad­lung: Fortu­na ist ge­rüs­tet

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON THO­MAS SCHUL­ZE

Der 34 Jah­re al­te In­nen­ver­tei­di­ger ist Fortu­nas er­fah­rens­ter Spie­ler. Ei­ne Wo­che vor dem Meis­ter­schafts­start sei der Zweit­li­gist im Soll, sagt er. In der ein­ge­spiel­ten Vie­rer­ket­te sieht er ei­nen gro­ßen Vor­teil.

Alex­an­der Mad­lung ist ein al­ter Ha­se. Er hat 285 Bun­des­li­ga­spie­le ab­sol­viert, in der Cham­pi­ons Le­ague, der Eu­ro­pa Le­ague und dem Ue­fa-Cup ge­spielt. Ent­spre­chend nüch­tern ur­teilt er über die Vor­be­rei­tung der Fortu­na. „Es war wie im­mer“, sagt der ehe­ma­li­ge Na­tio­nal­spie­ler. „Es wa­ren vie­le an­stren­gen­de Ein­hei­ten. Aber für die jun­gen Spie­ler war es gut, die Vor­be­rei­tung kom­plett mit­zu­ma­chen.“

Mad­lung ge­hört nicht mehr da­zu. Mit 34 Jah­ren ist er der äl­tes­te Spie­ler der Mann­schaft von Trai­ner Fried­helm Fun­kel. Der In­nen­ver­tei­di­ger ist ei­ner der Füh­rungs­spie­ler. Doch auch die­se Rol­le be­ur­teilt er ziem­lich nüch­tern. „Ich war auch mal jung“, sagt er rück­bli­ckend. „Na­tür­lich ha­be ich da auch die Äl­te­ren ge­fragt.“

Doch Mad­lung ist in­zwi­schen Pro­fi durch und durch. „Aber wenn das Spiel los geht, wird nichts mehr er­klärt. Da müs­sen sie wis­sen, was sie zu tun ha­ben. Und im Spiel ist das et­was an­de­res als im Trai­ning. Ich bin ge­spannt, wie sie sich ver­hal­ten.“Da gibt es kei­nen Bo­nus für Ta­len­te, auch kei­nen Wel­pen­schutz. Da­zu ist dass Fuß­ball­ge­schäft ein­fach zu hart und zu um­kämpft.

Mad­lung weiß das, denn er ist lan­ge ge­nug da­bei. Des­halb hat er sich auch ge­traut, war­nend den Fin­ger zu he­ben in An­be­tracht der Viel­zahl jun­ger Spie­ler. „Wir ha­ben vie­le jun­ge Spie­ler da­zu be­kom­men“, hat­te er ge­sagt und die Er­war­tun­gen ge­dämpft. „Aber wenn wir wüss­ten, dass es nicht reicht, wür­de die Ver- eins­füh­rung das si­cher so­fort än­dern.“

Mad­lung ist kri­tisch, doch er nör­gelt nicht, son­dern sieht im­mer Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al, das er nut­zen will. Das gilt auch für die Stan­dard­si­tua­tio­nen, in de­nen er er­folg­reich sein will. „Wenn ich aus solch ei­ner Si­tua­ti­on ein Tor er­zie­len will, muss aber nicht nur der Lauf­weg und das Ti­ming stim­men, son­dern der Ball muss auch sau­ber her­ein­ge­bracht wer­den. Wenn acht von zehn Bäl­len auf den Punkt kom­men, ist die Chan­ce grö­ßer, als wenn ei­ner da hin­kommt. Das sind Au­to­ma­tis­men, die im­mer wie­der ge­übt wer­den müs­sen.“

Was die Vor­be­rei­tung be­trifft, sei Fortu­na im Soll. „Die letz­ten Pro­zen­te holt man sich so­wie­so im Spiel“, sagt er. Dass die Mann­schaft mit un­ver­än­der­ter Vie­rer­ket­te in die Sai­son geht, sieht er als Vor­teil. „Da sind wir ein­ge­spielt und durch die letz­te har­te Sai­son ge­stählt.“So ist er vor­sich­tig op­ti­mis­tisch: „Sand­hau­sen will sein Heim­spiel ge­win­nen, das könn­te ein of­fe­ner Schlag­ab­tausch wer­den. Und Stutt­gart muss sich erst ein­mal an die zwei­te Li­ga ge­wöh­nen. Vi­el­leicht kön­nen wir da ein Aus­ru­fe­zei­chen set­zen.“

FO­TO: HORSTMÜLLER

Alex­an­der Mad­lung ist Fortu­nas Turm in der Ab­wehr.

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