Bol­ly­wood kommt nach Deutsch­land

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - FERNSEHEN -

Heu­te star­tet der in­di­sche Sen­der Zee.One im deut­schen Free-TV. Es wird bom­bas­tisch und opu­lent.

MÜN­CHEN (dpa/RP) Der in­di­sche Fern­seh­kon­zern Zee En­ter­tain­ment En­ter­pri­ses Li­mi­ted (ZEEL) setzt zum Sprung auf den deut­schen Markt an. In 171 Län­dern ist der Kon­zern be­reits ver­tre­ten, ei­ne Mil­li­ar­de Men­schen kön­nen sein Pro­gramm emp­fan­gen – und heu­te star­tet der Bol­ly­wood-Sen­der Zee.One im deut­schen Free-TV.

Deutsch­land sei zwar ein schwie­ri­ger Markt, sagt Sen­der­che­fin Frie­de­ri­ke Beh­rends. Aber: „Wenn man es hier schafft, kann man es über­all schaf­fen.“

Ziel­grup­pe sind Frau­en zwi­schen 19 und 59 Jah­ren. Doch auf Face­book zeich­ne sich bis­lang ein sehr jun­ges Pu­bli­kum ab, sagt Beh­rends. „Vie­le jun­ge Mäd­chen sind to­tal ver­rückt nach Bol­ly­wood“, meint sie. Im Pro­gramm soll es im klas­si­schen Bol­ly­wood­stil um Schön­heit und Tanz ge­hen. Der sei al­ler­dings nicht nur kit­schig, sagt Beh­rends. „Bol­ly­wood ist ei­ne der größ­ten Film­in­dus­tri­en mit ei­nem Wahn­sinn­sSpek­trum. Es gibt Ac­tion, Hor­ror, Do­ku­men­ta­ti­ons­fil­me. Wir wol­len Bol­ly­wood aus der Ni­sche raus­ho­len.“

Das Mot­to des Sen­ders lau­tet „I feel Bol­ly Good“. Da­zu gibt es Ak­tio­nen; im Sep­tem­ber bei­spiels­wei­se sol­len Fil­me mit dem The­ma „Po­wer­frau­en“ge­zeigt wer­den. Da­ne­ben soll es Ei­gen­pro­duk­tio­nen aus Deutsch­land ge­ben, kün­dig­te der Sen­der an. Der Rest sei in­ter­na­tio­nal: Ein Teil des Di­gi­tal­teams sitzt in den USA, ein Teil des Con­tent- Teams in Mum­bai, das Pro­gramm kommt zu­nächst vor al­lem aus Groß­bri­tan­ni­en. Für Deutsch­land wird al­les syn­chro­ni­siert. Bei den Sen­dun­gen han­delt es sich nach An­ga­ben von Beh­rends fast aus­schließ­lich um TV-Erst­aus­strah­lun­gen. Wel­chen Markt­an­teil man er­rei­chen wol­le, nann­te sie nicht, nur so viel: „Wir sind kon­kur­renz­los.“

In den Fil­men wird Shah Rukh Khan, der be­kann­tes­te Bol­ly­woo­dSchau­spie­ler auf­tau­chen. Er gilt als sehr be­liebt bei Frau­en. Aber auch für Män­ner sol­len schö­ne Frau­en ge­zeigt wer­den, sagt Beh­rends.

Ei­nen deut­li­chen Un­ter­schied zwi­schen den Fil­men aus Bol­ly­wood und Hol­ly­wood sieht die Sen­der­che­fin nicht. „Ich glau­be, dass sich die Ge­schmä­cker, da­durch, dass die Welt klei­ner ge­wor­den ist, an­ge­gli­chen ha­ben“, sagt sie. Doch sie gibt zu, dass in Bol­ly­wood „al­les ein biss­chen bom­bas­ti­scher und viel opu­len­ter“sei.

FO­TO: RTL II

Das ist Bol­ly­wood: Bun­te Far­ben, viel Tanz, Ge­sang und schö­ne Men­schen. Da­von soll ab heu­te in Deutsch­land noch mehr zu se­hen sein. Ei­ni­ge Sen­dun­gen sol­len so­gar hier­zu­lan­de pro­du­ziert wer­den.

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