Ge­fähr­lich

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

Ich bin ein lei­den­schaft­li­cher Rad­fah­rer und er­le­di­ge in­ner­halb Düs­sel­dorf so gut wie fast al­les per Rad. Vor Jah­ren ha­be ich be­reits mein Au­to hier­für ab­ge­schafft. Ich bin al­so bes­tens ver­traut mit den Stra­ßen­be­lan­gen (auch in­ner­halb des Be­rufs­ver­kehrs) ob mit oder oh­ne Rad­weg. Es ge­stal­tet sich im­mer schwie­rig, wenn auf Haupt­ver­kehrs­adern Pkw-Fah­rer sich die Flä­che mit Rad­fah­rern tei­len müs­sen. Als Mit­glied der Be­zirks­ver­tre­tung 1 bin ich po­li­tisch durch­aus über die Pla­nun­gen der Fried­rich­stra­ße gut in­for­miert. Die der­zei­ti­ge Si­tua­ti­on hal­te ich je­doch für ge­fähr­lich. In der Tat ist der Rad­fahr­strei­fen sehr breit und nimmt ei­ne gan­ze Au­to­spur ein. Es ist da­her fast pro­gram- miert, dass wäh­rend des Be­rufs­ver­kehrs man­che Pkw-Fah­rer von „ih­rem al­ten Recht“wie­der Ge­brauch ma­chen und ord­nungs­wid­rig den Rad­fahr­weg nut­zen, um schnel­ler vor­an zu kom­men. Die Fried­rich­stra­ße weist zu den so­ge­nann­ten Stoß­zei­ten ein sehr ho­hes Ver­ehrs­auf­kom­men auf – ob­wohl nun auch Fe­ri­en­zeit ist. Dies muss nun mit ei­ner Spur we­ni­ger be­wäl­tigt wer­den, was zu Un­ge­duld und „Hu­pe­rei“führt. Ich ha­be den Ein­druck, dass die­ser Be­lang zu­vor bei den Er­he­bun­gen der Ver­wal­tung „zu kurz“ge­kom­men, be­zie­hungs­wei­se man von an­de­ren Vor­aus­set­zun­gen aus­ge­gan­gen ist. Es ist für mich nicht er­sicht­lich, wel­che Stre­cke ein Pkw von der Au­to­bahn kom­mend (zum Bei­spiel die Pend­ler) al­ter­na­tiv wäh­len soll, wenn sein Ziel zum Bei­spiel die Kö sein soll. Ich den­ke, hier wä­re für die Ver­wal­tung ein Si­gnal nach­zu­bes­sern, zum Bei­spiel Al­ter­na­tivstre­cken aus­zu­schil­dern be­zie­hungs­wei­se be­kannt zu ma­chen. An­der­seits wird nach ab­schlie­ßen­der Gestal­tung der Fried­rich­stra­ße in kom­plet­ter Län­ge wohl mit ei­ner Ent­span­nung zu rech­nen sein. Dies dau­ert aber noch ein Weil­chen. Grund­sätz­lich bin ich der Mei­nung, man muss nicht je­de Haupt­ver­kehr­stra­ße mit Rad­we­gen be­stü­cken, in den Ne­ben­stra­ßen gibt es oft die bes­se­ren Be­din­gun­gen. Ein si­che­res und zü­gi­ges Fort­kom­men soll­te für al­le Ver­kehrs­teil­neh­mer (Pkw, Rad und Fuß­gän­ger) Stan­dard sein. Ich fin­de es da­her nicht gut, wenn die Fuß­gän­ger durch die Rad­fah­rer in Ih­rem Ter­rain ein­ge­schränkt wer­den – zu­mal vie­le Rad­fah­rer eben nicht ihr Rad schie­ben. Andre­as Schen­del Pem­pel­fort

RP-FO­TO: ANDRE­AS ENDERMANN

Auf dem Rad­weg auf der Fried­rich­stra­ße kom­men sich Rad­fah­rer und Au­to­fah­rer teil­wei­se ge­fähr­lich na­he.

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