Ein Tor, das gar keins war

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT -

Es ist wahr­schein­lich das be­rühm­tes­te Tor der Fuß­ball-Ge­schich­te. Aber es war ei­gent­lich keins. In der Ver­län­ge­rung des WM-End­spiels 1966 zwi­schen En­g­land und Deutsch­land trifft Ge­off Hurst mit dem Ball die Un­ter­kan­te der Lat­te, der Ball springt von da vor der Li­nie wie­der auf, und der deut­sche Ver­tei­di­ger Wolfgang We­ber köpft ihn ins Aus. Weil aber Li­ni­en­rich­ter To­fiq Bahr­a­mov si­gna­li­siert, dass der Tref­fer kor­rekt er­zielt wor­den sei, ent­schei­det der Schwei­zer Schieds­rich­ter Gott­fried Di­enst: Tor für En­g­land. Es ist das 3:2 und die Vor­ent­schei­dung im Fi­na­le, das die En­g­län­der mit 4:2 ge­win­nen. Der Tref­fer geht als Wem­bley-Tor in die Ge­schich­te ein. Hurst glaubt im­mer noch, dass der Ball wäh­rend sei­nes Flugs von der Lat­te zum Bo­den die Tor­li­nie im vol­len Um­fang über­schrit­ten hat­te. Gan­ze Ar­me­en von (oft deut­schen) Wis­sen­schaft­lern be­wie­sen das Ge­gen­teil. Die En­g­län­der stört es nicht, denn sie sind Welt­meis­ter 1966. Heu­te fei­ert das Wem­bley-Tor den 50. Jah­res­tag.

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