Hor­nis­sen le­ben in Staa­ten

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KINDERSEITE -

Sie ist die größ­te al­ler We­spen und hat ei­nen ziem­lich schlech­ten Ruf. Da­bei ist die Hor­nis­se Men­schen ge­gen­über wirk­lich sehr fried­lich – und nütz­lich ist sie oben­drein. Wäh­rend die klei­ne­ren We­spen­ar­ten oft sehr läs­tig wer­den, wenn sie um un­se­re Süß­spei­sen sch­wir­ren, schei­nen die Hor­nis­sen we­nig In­ter­es­se für Sü­ßes zu zei­gen. Die knapp vier Zen­ti­me­ter lan­gen In­sek­ten ja­gen das gan­ze Jahr über Rau­pen, Flie­gen, Fal­ter und vie­le der klei­ne­ren We­spen. Hor­nis­sen ste­chen Men­schen nur, wenn man die Tie­re quetscht oder ihr Nest at­ta­ckiert. Ihr Gift ist schwä­cher als das der Bie­nen oder an­de­rer We­spen. Es gibt ei­ne Kö­ni­gin, die Eier legt, und Ar­bei­te­rin­nen, die auf die Jagd ge­hen oder Eier und Lar­ven ver­sor­gen. Im Herbst ver­pup­pen sich aus be­stimm­ten Lar­ven jun­ge Kö­ni­gin­nen, aus an­de­ren männ­li­che Hor­nis­sen. Nach­dem sich die Kö­ni­gin­nen mit den Männ­chen ge­paart ha­ben, über­win­tern sie in ei­nem Ver­steck, um im nächs­ten Jahr ein neu­es Volk zu grün­den. Die al­te Kö­ni­gin, die Ar­bei­te­rin­nen und Männ­chen über­le­ben nicht.

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