Rhein­bahn ver­sucht’s mit neu­en Schil­dern

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST - VON CHRIS­TI­AN HERRENDORF UND ANDREAS ENDERMANN (FO­TOS)

Das Un­ter­neh­men hat vier Ent­wür­fe an der Hein­rich-Hei­ne-Al­lee auf­ge­stellt und sam­melt die Mei­nung der Kun­den ein. Die Schil­der sind auch am Wo­che­n­en­de zu se­hen, die Be­fra­gung fin­det noch ein­mal am Mon­tag statt.

Die Stra­ßen­bahn-Hal­te­stel­le „Hein­rich-Hei­ne-Al­lee“am Wil­hel­mMarx-Haus war ges­tern wie­der be­lebt wie zu al­ten Zei­ten. Seit Er­öff­nung der Wehr­hahn-Li­nie ist die ober­ir­di­sche Sta­ti­on nicht mehr in Be­trieb, ges­tern dien­te sie aber als Schau­flä­che der Rhein­bahn. Das Nah­ver­kehrs­un­ter­neh­men stell­te die neu­en Ent­wür­fe für die Hal­te­stel­len­schil­der vor und zog da­mit vie­le Neu­gie­ri­ge an. Mit­ar­bei­ter der Rhein­bahn sam­mel­ten mit ei­nem Fra­ge­bo­gen die Mei­nun­gen der Bür­ger ein, da­mit spä­tes­tens im Herbst Schil­der an den Sta­tio­nen ste­hen, mit de­nen die Nah­ver­kehrs­nut­zer zu­frie­den sind. Die Schil­der sind auch am Wo­che­n­en­de zu se­hen, am Mon­tag zwi­schen 14 und 17 Uhr wer­den noch ein­mal Mit­ar­bei­ter der Rhein­bahn mit Fra­ge­bö­gen vor Ort sein.

Die Er­öff­nung der neu­en U-Bahn hat­te die größ­te Fahr­plan­um­stel­lung in der Ge­schich­te der Rhein­bahn mit sich ge­bracht – und ei­ne der größ­ten Wel­len der Kri­tik. Die Schrift auf den Schil­dern be­wer­te­ten vie­le Kun­den als zu klein, um zu er­ken­nen, wo­hin die Li­ni­en fah­ren. Auch dass der Na­me der Hal­te­stel­len um 90 Grad ge­dreht so­wie in wei­ßer Schrift auf ro­tem Grund auf dem Schild ste­hen, be­män­gel­ten zahl­rei­che Nut­zer von Bus und Bahn. Nach ei­ni­gen Wo­chen der Dau­er­kri­tik er­klär­te die Rhein­bahn, die Schil­der aus­zu­tau­schen.

Das Un­ter­neh­men be­auf­trag­te vier Agen­tu­ren, neue Ent­wür­fe zu ent­wi­ckeln, ver­än­der­te die­se in Sit­zun­gen noch und prä­sen­tiert die Er­geb­nis­se nun an der Hein­rich-Hei­ne-Al­lee. Al­le Schil­der zei­gen je­weils auf ei­ne be­son­de­re Art den Na­men der Hal­te­stel­le, die Bus- und BahnLi­ni­en und den Bahn­steig an. Zu­dem spielt die Un­ter­neh­mens­far­be Rot ei­ne we­sent­li­che Rol­le in al­len Ent­wür­fen. All die­se Punk­te konn­ten die Nut­zer im Fra­ge­bo­gen nun mit „gut“, „geht“und „schlecht“be­wer­ten. „Wir stim­men nicht über die ein­zel­nen Ent­wür­fe ab, son­dern fra­gen nach den ein­zel­nen Ele­men­ten“, er­läu­tert Rhein­bahn-Vor- stands­spre­cher Michael Claus­ecker. Die fa­vo­ri­sier­ten Ele­men­te wer­den in ei­ner fi­na­len Gestal­tung zu­sam­men­ge­führt, die in we­ni­gen Wo­chen ste­hen soll. Dann wer­den Ta­feln mit neu­en Fo­li­en be­klebt und in die vor­han­de­nen Rah­men auf den vor­han­de­nen Stan­gen ge­schraubt.

Die Re­ak­tio­nen der Bür­ger fie­len ges­tern po­si­tiv aus. Die meis­ten lob­ten die grund­sätz­li­che Ver­bes­se­rung und mach­ten schnell zwei Fa­vo­ri­ten aus: die Ent­wür­fe eins und zwei. Das be­stä­tig­ten un­ter an­de­rem Ver­tre­ter der Ge­hör­lo­sen, Wil­fried Gold­schmidt und Hans-Jür­gen Graf, so­wie die Gra­fi­ke­rin Adel­heid Fo­bes: „Die Schrift ist gut les­bar, schön ist zu­dem, wenn die Num­mern der Li­ni­en her­vor­ge­ho­ben wer­den, zum Bei­spiel durch die ro­te Schrift.“Andreas Hart­nigk, CDURats­herr und Mit­glied im Auf­sichts­rat der Rhein­bahn, war zu­rück­hal­ten­der: „Die Ent­wür­fe sind bes­ser, aber nicht gut. Vor al­lem fra­ge ich mich, was die­se Pik­to­gram­me auf den Schil­dern sol­len. Die­se In­for­ma­tio­nen für die Fah­rer müs­sen im Jahr 2016 doch an­ders ver­mit­tel­bar sein.“

Die gelb-grü­nen Schil­der, die bis zum Start der Wehr­hahn-Li­nie an den Sta­tio­nen stan­den, wer­den üb­ri­gens am 11. Sep­tem­ber am St­ein­berg ver­stei­gert. Ab­stim­mung Un­ter www.rp-on­line.de/ du­es­sel­dorf kön­nen Nut­zer ih­ren Fa­vo­ri­ten un­ter den vier neu­en Ent­wür­fen be­nen­nen.

Jost Schmie­del: „Ich ha­be kei­nen ein­deu­ti­gen Fa­vo­ri­ten, fin­de aber al­le er­heb­lich bes­ser als das jet­zi­ge Schild. Wich­ti­ger als ei­ne schö­ne Gestal­tung ist mir, dass ein Schild funk­tio­niert und al­le In­for­ma­tio­nen gut ver­mit­telt.“

Frank Höhn: „ Die Schil­der Num­mer drei und vier äh­neln zu sehr dem zu Recht kri­ti­sier­ten Schild. Die Num­mer eins ist ei­ne kla­re Ver­bes­se­rung, ger­ne kom­bi­niert mit der rot un­ter­leg­ten Hal­te­stel­le von Num­mer zwei.“

Gisela Schmidt: „Die Num­mer eins fin­de ich gut, das ist die Schrift schön groß und gut les­bar. Schwar­ze Schrift soll­te es auf je­den Fall sein, das ist bes­ser les­bar als die wei­ße Schrift auf ro­tem Un­ter­grund.“

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