ANA­LY­SE

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER WIRTSCHAFT -

Die GDS mel­de­te in die­ser Wo­che er­neut ein spür­ba­res Be­su­cher-Mi­nus. We­der ein rund­um er­neu­er­tes Kon­zept noch die händ­ler­freund­li­che Ta­ge­fol­ge konn­ten den Trend stop­pen. Die Bran­che gibt sich rat­los.

be­en­de­ten GDS. Zwar konn­te die Mes­se in den ver­gan­ge­nen Jah­ren be­kann­te Na­men zu­rück­ge­win­nen – die Out­door-Mar­ke Tim­ber­land et­wa, auch G-Star ist wie­der da­bei – doch ein Muss scheint ein Stand auf der GDS nicht mehr zu sein. Wenn die Ver­an­stal­ter das er­rei­chen wol­len, müs­sen sie ei­nen Mehr­wert bie­ten, der je­ne Händ­ler an­lockt, die der­zeit fern­blei­ben. Und im Ide­al­fall die Händ­ler vor­her da­nach fra­gen, wor­in die­ser be­ste­hen kann. En­ge­re Ko­ope­ra­ti­on mit Tex­til-Aus­stel­lern könn­te da­zu ge­hö­ren – über­ra­schend vie­le Mo­de-Ein­käu­fer wa­ren dies­mal auf der GDS an­zu­tref­fen, wohl auch dank des eng an die Mo­de-Or­der­ta­ge gren­zen­den Ter­mins.

Wo­mög­lich muss sich die Bran­che aber mit dem Ge­dan­ken an­freun­den, dass für ein Thema wie Schu­he die Prä­sen­ta­ti­on in den gro­ßen Mes­se-Hal­len nicht mehr up-to-da­te ist. Ähn­lich hat­te es schon die Tex­til­bran­che mit der Mo­de­mes­se CPD in ih­rer al­ten Form er­lebt. Der Grund für de­ren Aus im Jahr 2012 war nicht al­lein die ge­stie­ge­ne An­zie­hungs­kraft Ber­lins, son­dern auch die ge­wach­se­ne Vor­lie­be vie­ler Aus­stel­ler für ei­ge­ne klei­ne Platt­for­men, un­ge­wöhn­li­che Or­te, neue For­ma­te. In­zwi­schen fin­den die CPD-Or­der­ta­ge zwei­mal jähr­lich in ver­schie­de­nen Lo­ca­ti­ons in der gan­zen Stadt statt. Claudia Schulz be­zwei­felt, dass der Ver­zicht auf ei­ne gro­ße Schuh-Leit­mes­se der rich­ti­ge Weg wä­re, steht zur GDS: „Aber es stimmt schon: Kei­ne Bran­che ist il­loya­ler als die Mo­de-Bran­che.“

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