Beim Im­mo­bi­li­en­kre­dit ent­schei­den das Ei­gen­tums­recht und die Nut­zung.

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - BERUF KARRIERE & -

( tmn) Ehe­part­ner fi­nan­zie­ren Im­mo­bi­li­en oft ge­mein­sam. Neh­men bei­de ei­nen Kre­dit auf, haf­ten sie ge­gen­über der Bank auch ge­mein­sam. Al­ler­dings gilt auch: Hat ei­ner der bei­den Ehe­part­ner al­lein ein In­ter­es­se am Kauf der Im­mo­bi­lie und der Auf­nah­me des Kre­dits, muss auch er al­lein für ihn auf­kom­men. Er kann nach ei­ner Tren­nung von dem an­de­ren kei­nen Aus­gleich ver­lan­gen, ent­schied das Ober­lan- des­ge­richt Bran­den­burg (Az.: 10 WF 15/15).

In dem Fall hat­te das Ehe­paar für die Fi­nan­zie­rung ei­nes Hau­ses ge­mein­sam ei­nen Kre­dit auf­ge­nom­men. Im Grund­buch war al­ler­dings nur der Mann als Ei­gen­tü­mer ein­ge­tra­gen. Im We­sent­li­chen zahl­te er auch die Kre­dit­ra­ten. Nach der Tren­nung ver­lang­te er von sei­ner Frau al­ler­dings den an­tei­li­gen Aus­gleich der Ver­bind­lich­kei­ten.

Oh­ne Er­folg: Der Mann hat kei­nen Aus­gleichs­an­spruch ge­gen­über sei­ner Frau. Zwar sei nicht al­lei­ni­ges Kri­te­ri­um, ob der Mann wäh­rend der Ehe die Ra­ten al­lein über­nom­men ha­be. Ent­schei­dend sei das In­ter­es­se ei­nes Ehe­part­ners, war­um der Kre­dit auf­ge­nom­men wor­den sei. Es müs­se der­je­ni­ge für den Kre­dit auf­kom­men, der der al­lei­ni­ge Ei­gen­tü­mer der Im­mo­bi­lie sei und die­se nach der Tren­nung al­lei­ne nut­ze.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.