Viel Streit um Weih­nachts­markt 2017

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON THORS­TEN BREITKOPF

So­wohl bei der Ver­län­ge­rung als auch beim Aus­rich­ter für den Scha­dow­platz gab es sel­te­ne Bünd­nis­se.

Ver­län­ge­rung Die Fra­ge, ob die Düs­sel­dor­fer Weih­nachts­märk­te ver­län­gert wer­den, wur­de ges­tern lan­ge und kon­tro­vers im Aus­schuss für Wirt­schafts­för­de­rung, Tou­ris­mus und Lie­gen­schaf­ten dis­ku­tiert. Die Am­pel-Ko­ope­ra­ti­on konn­te sich nicht auf ei­ne ge­mein­sa­me Lö­sung ei­ni­gen. Des­halb schlos­sen sich für die Ver­län­ge­rung CDU, SPD und FDP zu­sam­men. In ei­nem ge­mein­sa­men Pa­pier be­an­trag­ten sie im Aus­schuss, al­le Märk­te im Jahr 2017 auch vom 27. bis zum 30. De­zem­ber zu öff­nen. Mar­ke­ting­agen­tur In ei­nem lan­gen Vor­trag vor der Ab­stim­mung er­läu- ter­te der Chef der städ­ti­schen Düs­sel­dor­fer Tou­ris­mus­agen­tur (DT, frü­her DMT), Frank Schra­der, war­um er drin­gend von ei­ner Ver­län­ge­rung der Weih­nachts­märk­te ab­rät. Ei­ne Um­fra­ge un­ter Händ­lern ha­be er­ge­ben, dass vor al­lem die kunst­hand­werk­li­chen Stän­de­be­trei­ber ei­ne Ver­län­ge­rung ab­leh­nen. Vie­le sag­ten laut Schra­der, die Ein­nah­men wür­den nicht ein­mal die Kos­ten de­cken, nur die Be­trei­ber von Es­sens­stän­den sei­en für die Ver­län­ge­rung. Gleich­zei­tig führ­te er vier Bei­spie­le von NRW-Städ­ten an, die schlech­te Er­fah­rung mit ei­ner Ver­län­ge­rung der Märk­te über die Weih­nachts­ta­ge hin­aus mach­ten. Schra­der fürch­tet, Aus­stel­ler durch die Ver­län­ge­rung zu ver­lie­ren. Ent­schei­dung Ge­gen die Emp­feh­lung des Mar­ke­ting­chefs (sei­ne Agen­tur ist Ver­an­stal­ter des Mark­tes) und ge­gen die Stim­men von Grü­nen und Lin­ken be­schloss der Aus­schuss ei­ne Ver­län­ge­rung des Weih­nachts­mark­tes test­wei­se im Jahr 2017. Link­s­par­tei-Rats­herr Lutz Pf­und­ner kri­ti­sier­te: „Die Händ­ler und Hand­wer­ker kön­nen doch nicht da­zu ge­zwun­gen wer­den, ih­re Stän­de län­ger zu öff­nen.“Ähn­lich äu­ßer­te sich der Grü­ne Jörk Car­de­neo. Scha­dow­platz Streit gibt es wei­ter um die Aus­rich­tung des Weih­nachts­mark­tes am Scha­dow­platz. DT-Chef Schra­der schlug dem Aus­schuss vor, die Hüt­ten zu be­las­sen und das Un­ter­neh­men Ar­tec, ein Su­b­un­ter­neh­men des bis­he­ri­gen schwä­bi­schen Be­trei­bers Li­ga No­va, mit der Aus­rich­tung zu be­auf­tra­gen. Das aber stieß auf Wi­der­stand in SPD und CDU. So­wohl CDU-Rats­herr Klaus Mau­ers­ber­ger als auch SPD-Rats­herr Frank Spiel­mann schlu­gen vor, lie­ber den Schau­stel­ler­ver­band Düsseldorf statt des orts­frem­den Un­ter­neh­mens zu be­auf­tra­gen. Das The­ma wur­de bis zur nächs­ten Sit­zung ver­scho­ben. Licht Die einst von Schra­der fa­vo­ri­sier­te Licht­in­stal­la­ti­on ist wohl vom Tisch. Sie wür­de mehr als 300.000 Eu­ro kos­ten. Schra­der ist heu­te da­ge­gen, die meis­ten Po­li­ti­ker im Aus­schuss eben­falls.

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