Rhein­turm leuch­tet im Du­ell mit Köln

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF - VON CHRIS­TO­PHER TRINKS

Un­ter­neh­men aus Düsseldorf und Köln du­el­lie­ren sich bei ei­nem gro­ßen „Hau den-Lu­kas“-Spiel, des­sen Ergebnisse live auf das Bau­werk pro­ji­ziert wer­den. Im ers­ten Du­ell un­ter­lag die Lan­des­haupt­stadt.

Ob beim Eishockey, dem Fußball oder der Fra­ge, wel­che Stadt das bes­se­re Bier braut – die Ri­va­li­tät zwi­schen Köln und Düsseldorf ist le­gen­där. Nun fin­det das rhei­ni­sche Der­by ei­ne be­son­de­re Fort­set­zung in di­gi­ta­ler Form. Denn der Rhein­turm in Düsseldorf und der „Co­lo­ni­us“-Funk­turm in Köln ver­wan­deln sich an zwei span­nen­den Aben­den in digitale „Hau-den-Lu­kas“-Mess­an­zei­gen. Teil 1 konn­ten die Düs­sel­dor­fer be­reits in der Nacht zu Don­ners­tag be­stau­nen, den zwei­ten Auf­schlag gibt es heu­te am spä­ten Abend.

Für die Licht­spie­le zeich­nen Künst­ler der in­ter­na­tio­na­len Künst­ler­ko­ope­ra­ti­on Ur­ban Screen ver­ant­wort­lich, die per Licht­in­stal­la­ti­on die Stär­ke der Schlä­ge auf die Tür­me ani­mie­ren. Aus­ge­rich­tet von der Telekom, ent­stand dar­aus ein Wett­streit zwi­schen Un­ter­neh­men und Schu­len aus der Re­gi­on.

„Köln und Düsseldorf ste­hen in Sa­chen Di­gi­ta­li­sie­rung gut da. Die beiden Städ­te wis­sen, dass sie ein di­gi­ta­les Kli­ma schaf­fen müs­sen, um zu­kunfts­fä­hig zu blei­ben,“sag­te Ha­gen Rick­mann, Ge­schäfts­füh­rer für Ge­schäfts­kun­den bei der Telekom, beim Auf­takt. Des­halb wol­le man auch auf Un­ter­neh­mer-Ebe­ne „ei­nen Ham­mer­schlag Di­gi­ta­li­sie­rung drauf pa­cken“. Die aus­ge­los­ten Fir­men er­hiel­ten nach dem Wett­streit kos­ten­lo­se Be­ra­tung und Zu­be­hör zur Pro­fes­sio­na­li­sie­rung ih­rer In­ter­net-Ver­bin­dun­gen.

Den An­fang mach­ten die Ge­brü­der Klitsch­ko, von de­nen je­weils ei­ner in den beiden Rhein­me­tro­po­len an­we­send war. Ob­wohl Wla­di­mir Klitsch­ko wäh­rend sei­ner Kar­rie­re der Spitz­na­me „Dr. Steel­ham­mer“zu­ge­spro­chen wur­de, ent­schied sein Bru­der Vi­ta­li (Köln) das Kräf­te­mes­sen für sich. Ein bö­ses Omen für den wei­te­ren Ver­lauf des Fir­menWett­be­werbs. Denn auch IHK-Chef Gregor Berg­hau­sen un­ter­lag trotz lau­ten „Düsseldorf“-An­feue­rungs­ru­fen sei­nem Köl­ner Pen­dant mit zwei Punk­ten.

Nach die­sem Auf­wärm­pro­gramm ging es dann in der Nacht zu Don­ners­tag in die Ent­schei­dungs­pha­se. Nach­ein­an­der trat je ein Ver­tre­ter der 30 aus­ge­los­ten Un­ter­neh­men vor und ver­such­te sein Glück am Ham­mer. Für die Punkt­zahl ent­schei­dend war je­doch nicht nur der an die Wän­de des Rhein­turms pro­ji­zier­te Aus­schlag des Pe­gels. Ein von der Telekom im Vor­feld er­rech­ne­ter „Di­gi­ta­li­sie­rungs­quo­ti­ent“, der die digitale Prä­senz des je­wei­li­gen Un­ter­neh­mens im In­ter­net ab­bil­de­te, mul­ti­pli­zier­te die Stär­ke des Schlags zur er­reich­ten Punkt­zahl.

Rich­tig laut wur­de es im Bis­tro „Li­do“am Me­di­en­ha­fen schließ­lich, als ein Düs­sel­dor­fer erst­mals den „High­s­core“kna­cken konn­te. Der schön ani­mier­te Pe­gel­aus­schlag schoss den Rhein­turm hin­auf und ex­plo­dier­te bild­lich an der Dach­ter­ras­se. Ob­wohl Ste­phan Os­sen­brink von der HeMa-Zaun­sys­te­me Gm­bH re­gel­mä­ßig Kraft­sport be­treibt, war für ihn die „Tech­nik und das ziel­ge­naue Treffen“ent­schei­dend für die er­reich­te Höchst­punkt­zahl.

Trotz ei­nes zwei­ten „High­s­cores“reich­te es am En­de für Düsseldorf nicht. Leer geht die Stadt trotz­dem nicht aus. Dem Ver­lie­rer spen­diert die Telekom zwei statt drei Glas­fa­ser­an­schlüs­se für Ge­wer­be­ge­bie­te. Die Re­van­che bie­tet sich dann heu­te ab 22 Uhr – dann schwin­gen die Schü­ler den Ham­mer.

(v. l.) Ha­gen Rick­mann (Telekom), Mo­de­ra­to­rin Col­li­en Fer­nan­des und Wla­di­mir Klitsch­ko star­ten das Der­by

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