An Fei­er­ta­gen hat man nicht au­to­ma­tisch frei

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - REISE&WELT -

(tmn) Al­ler­hei­li­gen oder Jom Kip­pur: Ist ein re­li­giö­ser Feiertag kein ge­setz­li­cher Feiertag, müs­sen Be­schäf­tig­te ei­gent­lich re­gu­lär ar­bei­ten. Was vie­le nicht wis­sen: Man hat ei­nen An­spruch dar­auf, zu­min­dest für den Be­such ei­ner for­mel­len re­li­giö­sen Ver­an­stal­tung frei­ge­stellt zu wer­den. Häu­fig ge­währt der Ar­beit­ge­ber ei­nen gan­zen frei­en Tag. Dar­auf weist die Ar­beit­neh­mer­kam­mer Bremen hin. Ei­nen An­spruch auf Lohn­fort­zah­lung ha­ben Mit­ar­bei­ter aber – an­ders als bei den ge­setz­li­chen Fei­er­ta­gen – nicht. Ei­nen Ur­laubs­tag müs­sen Mit­ar­bei­ter da­für je­doch nicht her­ge­ben. Da­bei ist noch zu be­ach­ten: Auch wenn ein re­li­giö­ses Fest meh­re­re Ta­ge dau­ert, be­steht der Frei­stel­lungs­an­spruch im­mer nur für ei­nen Tag. Den An­spruch auf Frei­stel­lung ha­ben da­bei nur An­ge­hö­ri­ge der je­wei­li­gen Kon­fes­si­on. Ste­hen be­trieb­li­che Not­wen­dig­kei­ten dem Wunsch auf Frei­stel­lung ent­ge­gen, kann der Ar­beit­ge­ber ihn auch ver­weh­ren.

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