Be­bou lässt sich nicht auf­hal­ten

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER SPORT - VON THO­MAS SCHUL­ZE

Der 23 Jah­re al­te of­fen­si­ve Mit­tel­feld­spie­ler hat sein Ziel klar for­mu­liert: er will in die ers­te Li­ga. Des­halb nimmt er auch das fi­nan­zi­ell ver­bes­ser­te An­ge­bot der Fortu­na nicht an.

Mit 17 hat man noch Träu­me – so lau­te­te der Text in ei­nem al­ten deut­schen Schla­ger. Ih­las Be­bou hat auch mit 23 Jah­ren noch ei­nen Traum: Er möch­te in der Fuß­bal­lBun­des­li­ga spie­len. Das ist zu­nächst ein­mal ei­ne gu­te Vor­aus­set­zung, die sei­nen Ehr­geiz an­facht und Zei­chen sei­nes Er­folgs­wil­lens ist. Doch sein Ver­trag bei der Fortu­na läuft noch ein Jahr. Ent­we­der kommt ein Erst­li­gist, der für ihn ei­nen sat­ten Mil­lio­nen-Be­trag als Ab­lö­se of­fe­riert, oder er muss sich noch ein Jahr ge­dul­den und in der zwei­ten Li­ga spie­len.

Die Fortu­na hin­ge­gen möch­te, dass Be­bou nicht nur in der kom­men­den Sai­son das rot-wei­ße Tri­kot trägt. Des­halb hat­te der Ver­ein dem of­fen­si­ven Mit­tel­feld­spie­ler be­reits im Win­ter an­ge­bo­ten, den Ver­trag zu ver­bes­ser­ten Kon­di­tio­nen vor­zei­tig zu ver­län­gern. Das hat­te der To­go­le­se ab­ge­lehnt. „Mein Traum war schon im­mer, in der Bun­des­li­ga zu spie­len, so dass ich mir al­le Tü­ren of­fen­hal­ten will“, sag­te er und lehn­te das An­ge­bot zum Jah­res­wech­sel ab.

Doch Fortu­na gibt den Kampf um Be­bou noch nicht auf. Mit ei­nem neu­en An­ge­bot wur­de er in die Som­mer­pau­se ge­schickt. Doch ist er zum glei­chen Re­sul­tat ge­langt. „Der Be­ra­ter von Ih­las Be­bou hat uns aus­ge­rich­tet, dass un­ser neu­es Ver­trags­an­ge­bot im­mer noch nicht sei­nen Vor­stel­lun­gen ent­spricht und hat es ab­ge­lehnt“, be­rich­tet der Vor­stands­vor­sit­zen­de Ro­bert Schä­fer. „Wir blei­ben aber ge­sprächs­be­reit und ha­ben wei­ter vor, Ih­las an die Fortu­na zu bin­den. Wir sind über­zeugt, dass es für sei­ne Ent­wick­lung das Bes­te ist, wenn er noch ein paar Jah­re bei Fortu­na bleibt. Bis jetzt gab es auch noch kei­ne An­ge­bo­te. Kein Ver­ein ist auf uns zu­ge­kom­men.“

An­geb­lich geht es Be­bou über­haupt nicht dar­um, zu po­kern oder um ein fi­nan­zi­ell bes­se­res An­ge­bot. „Ih­las’ Ent­schei­dung hat aus­schließ­lich sport­li­che Grün­de“, sagt sein Be­ra­ter To­bi­as San­der. Da­her ha­be es auch kei­ne Ver­hand­lun­gen ge­ge­ben. Und er traut sei­nem Schütz­ling den Sprung in die Bun­des­li­ga na­tür­lich zu.

Das tun al­ler­dings nicht al­le. Be­reits im ver­gan­ge­nen Som­mer woll­te Be­bou in die Bun­des­li­ga wech­seln, aber es fand sich kein Ver­ein, der ihn woll­te, ob­wohl er ab­lö­se­frei war. Trai­ner Fried­helm Fun­kel nahm ihn trotz Ab­wan­de­rungs­ge­lüs­ten wie­der im Mann­schafts­kreis auf und för­der­te ihn. Sei­ne Leis­tung war or­dent­lich, nicht über­ra­gend. In 32 Spie­len er­ziel­te er fünf To­re, da­von drei per Elf­me­ter. Dass Fortu­na von den fünf Spie­len vier ge­won­nen und kei­nes ver­lo­ren hat, zeigt je­doch, wie wich­tig Be­bou für die Mann­schaft war. Es zeigt aber auch, wie oft er nicht ge­trof­fen hat.

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