Düs­sel­dor­fer stirbt bei Ba­de­un­fall in Neuss

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(nic) Ein 32-jäh­ri­ger Düs­sel­dor­fer ist bei ei­nem Ba­de­un­fall in ei­nem Schwimm­bad in Neuss-Reu­schen­berg ums Le­ben ge­kom­men. Der Mann war am Sonn­tag­nach­mit­tag nach Au­gen­zeu­gen­be­rich­ten un­ter Was­ser ge­fun­den und ge­bor­gen wor­den. Nach der Re­ani­ma­ti­on vor Ort wur­de er in ein Kran­ken­haus ge­bracht, wo er nach An­ga­ben der Po­li­zei ges­tern ver­starb. Die Kri­mi­nal­po­li­zei wur­de ein­ge­schal­tet, die nun die ge­nau­en Um­stän­de des To­des und der Ber­gung er­mit­teln muss. Es lä­gen aber bis­lang kei­ne Hin­wei­se auf ein Fremd­ver­schul­den vor.

Ganz­tags­quo­te an­pas­sen

jo­erg.jans­sen@rhei­ni­sche-post.de er Platz­man­gel im Of­fe­nen Ganz­tag der Lan­des­haupt­stadt of­fen­bart ein struk­tu­rel­les Pro­blem. Knapp 80 Pro­zent al­ler Düs­sel­dor­fer El­tern bu­chen in der Ki­ta ei­nen Voll­zeit-Platz (45 Wo­chen­stun­den). Und si­chern da­mit die Be­treu­ung um­fas­send ab. Doch das bö­se Er­wa­chen kommt für ei­ni­ge, wenn aus dem Drei­kä­se­hoch ein stol­zes i-Dötz­chen wird. Hier kön­nen nicht 80, son­dern plötz­lich nur 63 Pro­zent der El­tern auf ei­ne Nach­mit­tags­be­treu­ung, die die­sen Na­men tat­säch­lich ver­dient, hof­fen. Die Ver­sor­gungs­lü­cke ist al­so pro­gram­miert. Doch wie das Pro­blem lö­sen? Ant­je Schuh, Spre­che­rin der El­tern­schaft Düs­sel­dor­fer Schu­len, will an­ge­sichts des kon­ti­nu­ier­li­chen Aus­baus nicht auf die Stadt ein­prü­geln. Sie er­mun­tert die El­tern zu Ei­gen­in­itia­ti­ve und fin­det Mo­del­le gut, bei de­nen sich teil­zeit­be­schäf­tig­te Müt­ter die Be­treu­ung von vier oder fünf Kin­dern pas­send zur Ar­beits­zeit tei­len. Rich­tig kann das al­len­falls für ei­ne Über­gangs­zeit sein. Die 63-Pro­zent-Quo­te ist nicht in St­ein ge­mei­ßelt und muss im Zwei­fel nach oben kor­ri­giert wer­den.

DGe­samt­plan fürs Woh­nen fehlt

uwe-jens.ruhnau @rhei­ni­sche-post.de Vie­le neue Woh­nun­gen für Düs­sel­dorf be­deu­ten nicht zwangs­läu­fig fal­len­de Mie­ten. Da­für ist die Nach­fra­ge zu groß. Stadt­spit­ze und Rats­po­li­ti­ker be­fin­den sich in ei­nem Di­lem­ma: Sie wol­len das Wachs­tum der Stadt nicht brem­sen, son­dern die an sich po­si­ti­ve Ent­wick­lung gestal­ten. Die Fra­ge ist, ob man sich da­bei aus­rei­chend Zeit lässt und an sei­nen Grund­sät­zen fest­hält. Bis­lang galt in Düs­sel­dorf der Grund­satz „In­nen- vor Au­ßen­ver­dich­tung“. Da­mit ist ge­meint, die grü­nen Rän­der der Stadt zu er­hal­ten und mög­lichst da zu ver­dich­ten, wo be­reits vie­le Men­schen le­ben – al­so vor­nehm­lich in der In­nen­stadt und dem Ring um sie her­um. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de aber im­mer mehr auch am Rand ver­sie­gelt: in Ger­res­heim und It­ter, um nur zwei Bei­spie­le zu nen­nen, im Nor­den war die Sied­lung Ein­brun­gen ein gro­ßer Schritt, 1000 Woh­nun­gen an der Kal­ku­mer Schlos­sal­lee wä­ren ein zwei­ter. Was fehlt, ist ein Ge­samt­plan: Was soll ge­schützt wer­den und was nicht? Dies soll­te ge­ne­rell und ver­bind­lich de­fi­niert wer­den.

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