Tö­tung des klei­nen Lu­ca „sa­dis­tisch mo­ti­viert“

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

VIERSEN (naf) Die sieb­te gro­ße Straf­kam­mer am Land­ge­richt Mön­chen­glad­bach prüft, ob im Pro­zess um die ge­walt­sa­me Tö­tung des fünf Jah­re al­ten Lu­ca aus Viersen ei­ne Ver­ur­tei­lung we­gen Mor­des mög­lich ist. Das hat ges­tern am Schluss des fünf­ten Ver­hand­lungs­ta­ges die Staats­an­walt­schaft be­an­tragt. Zu­vor hat­ten so­wohl ein Rechts­me­di­zi­ner als auch ein sach­ver­stän­di­ger Gut­ach­ter die Tat als „Ge­walt­ex­zess“be­wer­tet. Der Gut­ach­ter stuf­te sie zu­dem als „sa­dis­tisch mo­ti­viert“ein. An­ge­klagt ist der 27 Jah­re al­te Mar­tin S. aus Viersen. Er soll den Sohn sei­ner Le­bens­ge­fähr­tin im Ok­to­ber 2016 in des­sen Kin­der­zim­mer so schwer miss­han­delt ha­ben, dass der Jun­ge starb. Der Rechts­me­di­zi­ner, der Lu­cas Lei­che ob­du­zier­te, stell­te da­mals un­ter an­de­rem in­ne­re Blu­tun­gen, Wür­ge­merk­ma­le und ei­ne Ge­hirn­schwel­lung fest. Wer so ei­ne Tat be­ge­he, hand­le nicht im Af­fekt, sag­te ges­tern der Gut­ach­ter. In ih­rer An­kla­ge­schrift hat­te die Staats­an­walt­schaft die Tat be­reits als Mord be­wer­tet, die Straf­kam­mer wich da­von je­doch ab. Der Pro­zess wird am 6. Ju­ni fort­ge­setzt.

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