Künst­li­ches Herz mit Mo­tor und Mi­ni-Com­pu­ter

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KRUSCHEL ERKLÄRT’S -

Ein Herz schlägt pro Tag Tau­sen­de Mal. Macht es schlapp, kann es durch ein Ge­rät er­setzt wer­den. For­scher in Aa­chen wol­len sol­che künst­li­che Her­zen ver­bes­sern.

Nach­tei­le, sagt er. Sie wer­den mit Druck­luft an­ge­trie­ben. Um die­se zu er­zeu­gen, braucht es wie­der­um spe­zi­el­le Ge­rä­te: Kom­pres­so­ren. Die bis­he­ri­gen Ge­rä­te ha­ben Schläu­che, die das Herz mit dem Kom­pres­sor ver­bin­den. Sie tre­ten am Bauch aus dem Kör­per aus. Dort kön­nen sich Wun­den bil­den, die sich leicht ent­zün­den. All das soll mit dem neu­en Ge­rät an­ders wer­den, sagt St­ein­sei­fer. Sein Kunst­herz braucht kei­nen Kom­pres­sor und auch kei­ne Schläu­che. Es soll mit ei­nem ein­ge­bau­ten Mo­tor an­ge­trie­ben wer­den. Der Strom da­für soll oh­ne Ka­bel über­tra­gen wer­den. Au­ßer­dem gibt es ei­nen ein­ge­bau­ten Mi­niCom­pu­ter. Er sorgt da­für, dass auch das Kunst­herz mal schnel­ler und mal lang­sa­mer schlägt, je nach­dem, wie es der Pa­ti­ent gera­de braucht. Bis das Herz von Ul­rich St­ein­sei­fer fer­tig ist, dau­ert es aber noch. In ein paar Jah­ren könn­te es zum ers­ten Mal ei­nem Men­schen ein­ge­setzt wer­den. dpa

FO­TO: DPA

So sieht das künst­li­che Herz aus, das die Aa­che­ner For­scher ent­wi­ckeln.

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