Ex­per­te: Ein gu­ter Spiel­platz braucht Matsch

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KRUSCHEL ERKLÄRT’S -

Gibt es ei­nen tol­len Spiel­platz in der Nä­he dei­ner Woh­nung? Oder wohnst du an ei­ner Spiel­stra­ße, über die Au­tos nur ganz lang­sam fah­ren dür­fen? Dann hast du Glück. Denn wahr­schein­lich kannst du oft drau­ßen un­ter­wegs sein und dort spie­len. Lei­der geht das nicht über­all. Ex­per­ten sa­gen so­gar: Kin­der in Deutsch­land ha­ben heu­te we­ni­ger Mög­lich­kei­ten drau­ßen zu spie­len als noch vor ei­ni­gen Jah­ren. Für Kin­der auf dem Land ist das Pro­blem nicht ganz so groß. Dort gibt es häu­fig Wie­sen oder Wald, wo sie spie­len kön­nen. In der Stadt feh­len sol­che Flä­chen aber oft. „In der Stadt soll­te des­halb nicht je­de Flä­che mit Häu­sern zu­ge­baut wer­den“, sagt Uwe Kamp. Er ar­bei­tet beim Deut­schen Kin­der­hilfs­werk und setzt sich für die Rech­te von Kin­dern ein. Uwe Kamp fin­det: Kin­der brau­chen Platz zum Spie­len. Doch auch Spiel­plät­ze sind nicht im­mer wirk­lich span­nend. „Ei­ne Schau­kel, ei­ne Wip­pe und ei­ne Rut­sche sind et­was we­nig“, meint Kamp. Bes­ser wä­re: Was­ser, um auch mal im Matsch zu spie­len. Und die Mög­lich­keit, den Spiel­platz um­zu­bau­en. „Wenn man nichts ver­än­dern kann, wird ein Spiel­platz ir­gend­wann lang­wei­lig“, sagt der Fach­mann. Hast du ei­ne Idee, wie der Spiel­platz in dei­ner Stadt schö­ner wer­den kann? Dann setz dich ru­hig da­für ein. „Kin­der kön­nen sich zu­sam­men­tun und zum Bei­spiel ins Rat­haus ge­hen, um dort mit dem Bür­ger­meis­ter zu spre­chen“, schlägt Uwe Kamp vor. dpa

FO­TO: DPA

Je­de Men­ge Net­ze und Sei­le zum Klet­tern: Auch das ist ein tol­ler Spiel­platz.

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