Or­den der Vin­zen­ti­ne­rin­nen ver­lässt die Stadt

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(jj) Der ka­tho­li­sche Or­den der Vin­zen­ti­ne­rin­nen gibt sei­nen Düs­sel­dor­fer Stand­ort, das Schwes­tern­haus für pas­to­ra­le Di­ens­te in Wers­ten, auf. „Ich wer­de Pro­vinz­o­be­rin für Deutsch­land und die Nie­der­lan­de und wech­se­le ins Köl­ner Pro­vinz­haus“, sagt Schwes­ter Chris­ti­ne (55), die seit 20 Jah­ren in dem Haus an der Bur­schei­der Stra­ße wirkt. Ih­re Mit­schwes­ter Ber­na­di­ne (77), die seit 15 Jah­ren in Düs­sel­dorf lebt, wä­re dann al­lein in dem Haus. „Und das ist vom Or­den nicht vor­ge­se­hen“, sagt Schwes­ter Chris­ti­ne. Die Bür­ger ken­nen die Or­dens­schwes­tern vor al­lem durch die Le­bens­mit­tel­aus­ga­be für Be­dürf­ti­ge. Die Nah­rungs­mit­tel kau­fen die Schwes­tern sel­ber ein, fi­nan­ziert wird das Gan­ze durch Spen­den. „Wir ha­ben Hoff­nung, dass die­ser Di­enst mit Hil­fe von Eh­ren­amt­li­chen auf­recht er­hal­ten wer­den kann“, sagt die aus Thü­rin­gen stam­men­de Or­dens­frau. Rund 80 Schwes­tern wird sie künf­tig füh­ren. Die Jüngs­te von ih­nen ist et­was über 40 Jah­re alt, die Mehr­heit äl­ter als 65 Jah­re. Welt­weit hat der 1633 ge­grün­de­te Or­den rund 16.000 Mit­glie­der. En­de Ju­li zie­hen die bei­den Or­dens­frau­en nach Köln, am 3. Sep­tem­ber wer­den sie in Düs­sel­dorf mit ei­ner Mes­se ver­ab­schie­det.

Die Tour bleibt Glau­bens­sa­che

ar­ne.lieb@rhei­ni­sche-post.de in Glück, dass die Tour bald kommt. Nicht zu­letzt, weil da­mit end­lich ein Ab­schluss des Streits um das Rad­ren­nen ab­zu­se­hen ist. Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel hat­te sich die Mehr­heit nur mit den Rechts­po­pu­lis­ten und ge­gen CDU und FDP ge­si­chert. Seit­dem gibt es stän­dig Streit ums Geld. Ein so kri­tisch hin­ter­frag­tes Event hat die Stadt noch nie ge­se­hen. Gut so: Das Tour-Team ist spür­bar be­müht, gut zu wirt­schaf­ten und trans­pa­rent zu han­deln.

Die Abrech­nung soll im Herbst kom­men – si­cher wie­der mit Streit. Es ist mehr als frag­lich, wie man die Kos­ten dann über­haupt be­stim­men will. Das Rat­haus rich­tet seit Wo­chen al­le sei­ne Ak­ti­vi­tä­ten auf die Tour aus, jetzt be­stimmt sie so­gar die Bee­te im Nord­park. Sind das Aus­ga­ben für Wer­bung? Und was ist zum Bei­spiel mit den Mit­ar­bei­tern des Ver­kehrs­amts, die wo­chen­lang Fra­gen der An­woh­ner be­ant­wor­ten? Die hät­ten si­cher an­de­res zu tun ge­habt. Auf der an­de­ren Sei­te kann sich Düs­sel­dorf auf ein auf­re­gen­des Spek­ta­kel freu­en. Ob sich der Auf­wand für vier Ta­ge Tour lohnt, wird am En­de Glau­bens­sa­che blei­ben.

EE­co-Ta­xis sind ei­ne gu­te Idee

thors­ten.breit­kopf @rhei­ni­sche-post.de üs­sel­dorfs Ta­xikun­den kön­nen dank des neu­en ÖkoLa­bels künf­tig selbst ent­schei­den, ob sie in ei­nem Die­sel oder ei­nem emis­si­ons­är­me­ren Fahr­zeug fah­ren wol­len. Die Idee ist nicht neu, aber lo­bens­wert. Bei den Ta­xis macht ein Ver­zicht auf Die­sel be­son­ders Sinn, da die­se vie­le Kurz­stre­cken aus­schließ­lich in der Um­welt­zo­ne zu­rück­le­gen. Und in die­ser ist ja be­kannt­lich die Fe­in­staub- und Stick­oxid­be­las­tung be­son­ders groß. Nun ist es an der Stadt, da­für zu sor­gen, dass die­ses Öko-La­bel auch ent­spre­chend be­kannt ist. Nur, wenn vie­le da­von wis­sen, wird sich auch ein Er­folg ein­stel­len. Bei Ta­xi­un­ter­neh­mern ist das La­bel noch um­strit­ten. Wer sich kürz­lich ein neu­es Die­selfahr­zeug mit der bes­ten Um­welt­stu­fe Eu­ro 6 ge­kauft hat und glaub­te, nun ein sau­be­res Au­to zu ha­ben, wird nun in­di­rekt be­straft – denn auch die sau­be­re­ren Die­sel wer­den das La­bel „Eco-Ta­xi“nicht be­kom­men. Aber La­bel oder nicht: Ein to­ta­les Ver­bot der Die­sel in der In­nen­stadt wä­re ei­ne Ent­eig­nung der Pend­ler und Un­ter­neh­mer. Lo­ka­le Wirt­schaft Sei­te D7

D

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.