1. Au­gust 1914

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(tber) Am Abend des 1. Au­gust 1914 er­scheint der Düs­sel­dor­fer Ge­ne­ral-An­zei­ger mit der Schlag­zei­le „Die deut­sche Mo­bil­ma­chung ist so­eben an­ge­ord­net wor­den.“Am 28. Ju­ni 1914 wa­ren in Sa­ra­je­vo der ös­ter­rei­chi­sche Thron­fol­ger Franz Fer­di­nand und sei­ne Frau So­phie Cho­tek von ei­nem Mit­glied ei­ner ser­bisch-na­tio­na­lis­ti­schen Be­we­gung er­mor­det wor­den. Das At­ten­tat er­schüt­ter­te den oh­ne­hin po­li­tisch la­bi­len eu­ro­päi­schen Kon­ti­nent. Am 28. Ju­li er­klär­te Ös­ter­reich-Un­garn Ser­bi­en den Krieg. Der Be­ginn des Ers­ten Welt­krie­ges traf die auf­stre­ben­de Groß­stadt Düsseldorf mit über 400.000 Ein­woh­nern ge­wal­tig. Vie­le Groß­pro­jek­te wa­ren in Pla­nung, für ei­ne Groß-Aus­stel­lung 1915 „Aus 100 Jah­ren Kul­tur und Kunst“stan­den schon Roh­bau­ten. Die Auf­re­gun­gen stei­ger­ten sich in we­ni­gen Ta­gen enorm. Es gab So­li­da­ri­täts­kund­ge­bun­gen mit Ös­ter­reich, wo­bei teil­neh­men­de Grup­pie­run­gen über die Al­lee­stra­ße (heu­te Hein­rich-Heine-Al­lee) mar­schier­ten. In der For­schung wird ei­ne „Kriegs­be­geis­te­rung 1914“teil­wei­se re­la­ti­viert. Es gab auch Ver­an­stal­tun­gen in Düsseldorf, die zei­gen soll­ten, „dass die Mas­se des Vol­kes den Frie­den will...“(„Düs­sel­dor­fer Volks­zei­tung“). Bis zu 20 000 Men­schen sol­len am 29. Ju­li bei so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Ver­an­stal­tun­gen ih­ren Kriegs-Un­mut aus­ge­drückt ha­ben. Das wa­ren die letz­ten Pro­tes­te in al­ler Öf­fent­lich­keit. Düsseldorf wur­de schnell zu ei­nem Nach­schub­zen­trum und La­za­ret­t­ort an der West­front.

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