Po­li­zei fahn­det nach In­ter­net-Be­trü­gern

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STADTTEILE -

Un­be­kann­te bo­ten Wä­sche­trock­ner zum Ver­kauf an und kas­sier­ten Geld, lie­fer­ten aber nicht.

(heif) Die Düs­sel­dor­fer Po­li­zei sucht zwei Män­ner und ei­ne Frau, die mit Be­trug im In­ter­net Zehn­tau­sen­de Eu­ro Scha­den ver­ur­sacht ha­ben sol­len. Auf ei­ner In­ter­net­sei­te sol­len sie Wä­sche­trock­ner an­ge­bo­ten ha­ben, die aber nie aus­ge­lie­fert wur­den. Die Be­trugs­op­fer stam­men aus dem ge­sam­ten Bun­des­ge­biet, das Geld wur­de in Düsseldorf ab­ge­ho­ben.

Be­trof­fen sind der­zeit min­des­tens 30 Kun­den ei­nes ver­meint­li­chen In­ter­net­han­dels aus Nord­rhein-West­fa­len. Bei der Düs­sel­dor­fer Po­li­zei lie­gen 60 An­zei­gen aus dem gan­zen Bun­des­ge­biet vor, teil­te die Po­li­zei mit. Die An­zei­gen rich­ten sich ge­gen ei­ne Ban­de, die auf der In­ter­net­sei­te „Trock­ner-out­let.de“Wä­sche­trock­ner und Zu­be­hör an­ge­bo­ten ha­ben soll, die Wa­re aber nie aus­ge­lie­fert hat. Es ist mög­lich, dass es noch mehr Kun­den gibt, die bis­lang noch kei­ne An­zei­ge er­stat­tet ha­ben. Die Seite ist im­mer noch ak­tiv. „Das liegt dar­an, dass sie über ei- nen Ser­ver in den USA ge­launcht wur­de“, sag­te ein Po­li­zei­spre­cher. „Wir ar­bei­ten mit Hoch­druck dar­an, dass die Seite ganz aus dem Netz ver­schwin­det.“Der­zeit kön­nen po­ten­zi­el­le Kun­den theo­re­tisch im­mer noch Trock­ner und Zu­be­hör be­stel­len, Geld auf das Kon­to an­wei­sen kön­nen sie aber nicht mehr.

Zwi­schen 20. April und 2. Mai die­ses Jah­res sol­len laut Po­li­zei rund 35.000 Eu­ro auf zwei Düs­sel­dor­fer Kon­ten ge­flos­sen sein. Die Kon­ten sol­len mit ge­fälsch­ten Aus­weis­pa­pie­ren er­öff­net wor­den sein. Im Im­pres­sum der Seite steht ein „Mar­co Are­zo“als Ge­schäfts­füh­rer. Die­se Person exis­tiert in Wirk­lich­keit nicht. Die Po­li­zei sucht nun mit Fahn­dungs­bil­dern nach zwei Män­nern und ei­ner Frau. Sie wur­den ge­filmt, als sie in un­ter­schied­li­chen Düs­sel­dor­fer Bank­fi­lia­len Geld von den Kon­ten ab­ho­ben. Ob sie auch von hier kom­men oder hier woh­nen, ist nicht be­kannt.

FO­TOS: PO­LI­ZEI

Auch die­se Frau hol­te in Düsseldorf Geld von den Kon­ten.

Die­se Ver­däch­ti­gen wur­den in ei­ner Düs­sel­dor­fer Bank auf­ge­nom­men.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.