NSU-Hel­fer soll „Chef-Un­ter­stüt­zer“ge­we­sen sein

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - POLITIK -

MÜN­CHEN (dpa) Kurz vor der wohl letz­ten Som­mer­pau­se im NSU-Pro­zess hat die Bun­des­an­walt­schaft die An­kla­ge­vor­wür­fe ge­gen den mut­maß­li­chen Waf­fen­be­schaf­fer Ralf Wohl­le­ben un­ter­mau­ert. Wohl­le­ben sei der „Chef-Un­ter­stüt­zer“der mut­maß­li­chen Rechts­ter­ro­ris­ten Uwe Mund­los, Uwe Böhn­hardt und Bea­te Zschä­pe ge­we­sen, sag­te Ober­staats­an­walt Jo­chen Wein­gar­ten ges­tern am Münch­ner Ober­lan­des­ge­richt. Wohl­le­ben und der An­ge­klag­te Cars­ten S. müs­sen sich we­gen Bei­hil­fe zum Mord ver­ant­wor­ten. Sie ha­ben nach Über­zeu­gung der An­kla­ge die Waf­fe vom Typ „Ces­ka“be­schafft, mit der der „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Un­ter­grund“neun Men­schen aus­län­di­scher Her­kunft er­mor­det ha­ben soll. Ges­tern war der fünf­te Tag des Plä­doy­ers und der letz­te Sit­zungs­tag vor der Som­mer­pau­se. Fort­ge­setzt wird der Schluss­vor­trag der An­kla­ge am 31. Au­gust.

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