2. Au­gust 2017

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

Als ei­ner der ers­ten Schrit­te in Max Schme­lings (1905-2005) Pro­fiBox­kar­rie­re gilt sein Kampf ge­gen den Düs­sel­dor­fer Hans (Jo­hann) Czapp. Am 2. Au­gust 1924 be­sieg­te ihn Schme­ling in der da­ma­li­gen Ton­hal­le an der Scha­dow­stra­ße. Als 16-Jähriger hat­te Schme­ling durch ei­nen Box­film In­ter­es­se an dem Sport ent­wi­ckelt; in Ham­burg, wo sei­ne Fa­mi­lie wohn­te, hat­te er mit Box-Un­ter­richt be­gon­nen. Im Rhein­land such­te der jun­ge Mann ne­ben Ar­beit auch Mög­lich­kei­ten, wei­ter zu trai­nie­ren. Das Rhein­land soll da­mals ein „Zen­trum des Box­sports“ge­we­sen sein. In Ben­rath be­kam er ei­ne Stel­le bei ei­nem Brun­nen­bau­er. In dem Stadt­teil schloss er sich auch ei­nem Kampf­sport­ver­ein an, dem „Ring- und Stemm­club“. Schme­ling wohn­te als „Kost­gän­ger“bei ei­ner Wit­we Schlös­ser auf der heu­ti­gen Kur­ze Stra­ße. Sein Ar­beit­ge­ber ver­setz­te ihn 1923 nach Köln-Mül­heim, wo er ei­nem Ama­teur-Box­ver­ein bei­trat. Nach sei­nem Sieg 1924 ge­gen Czapp wur­de Schme­ling Deut­scher Ama­teur-Vi­ze­meis­ter, 1926 Pro­fi-Meis­ter, 1927 Eu­ro­pa­meis­ter. Ab 1930 folg­ten di­ver­se WM-Ti­tel.

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