Noch 1425 Aus­bil­dungs­stel­len un­be­setzt

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER WIRTSCHAFT -

Die Ar­beits­lo­sig­keit in Düsseldorf ist im Ju­li sai­so­nal be­dingt leicht an­ge­stie­gen.

(nic) Auf dem Düs­sel­dor­fer Lehr­stel­len­markt gibt es noch 1425 un­be­setz­te Stel­len. Dem ste­hen rech­ne­risch noch 944 jun­ge Men­schen ge­gen­über, die in der Stadt nach ei­ner Aus­bil­dung su­chen. Freie Plät­ze gibt es in 120 Be­ru­fen, be­son­ders vie­le als Zahn­me­di­zi­ni­sche/r Fach­an­ge­stell­te/r, Ver­käu­fer/in, oder Koch/Kö­chin. Die Hand­werks­kam­mer mel­det – al­ler­dings für den kom­plet­ten Be­zirk – 798 Aus­bil­dungs­plät­ze in 72 Be­ru­fen, et­wa als An­la­gen­me­cha­ni­ker für Sa­ni­tär-, Hei­zungs- und Kli­ma­tech­nik, Elek­tro­ni­ker oder Ma­ler und La­ckie­rer.

„Die Ar­beit­ge­ber ha­ben in den letz­ten Mo­na­ten ihr Aus­bil­dungs- an­ge­bot deut­lich ge­stei­gert – dies si­cher­lich auch mit Blick auf den sich ab­zeich­nen­den Fach­kräf­te­be­darf. In den kom­men­den Jah­ren wer­den ver­stärkt Er­werbs­tä­ti­ge in den Ru­he­stand ge­hen“, sag­te der Chef der Agen­tur für Ar­beit Düsseldorf, Ro­land Schüß­ler. Er rät jun­gen Men­schen da­zu, auch jetzt noch die Chan­ce auf ei­ne Lehr­stel­le zu nut­zen. Oft­mals sei der Ein­stieg in die Aus­bil­dung auch im Sep­tem­ber oder spä­ter noch mög­lich. Al­ler­dings müss­ten so­wohl su­chen­de Un­ter­neh­men als auch Be­wer­ber bei der Su­che nun fle­xi­bel sein.

Die Zahl der Ar­beits­lo­sen ist im ver­gan­ge­nen Mo­nat sai­so­nal be- dingt (we­gen des Aus­bil­dungs­en­des und des Quar­tals-Kün­di­gungs­ter­mins) leicht an­ge­stie­gen – um 538 auf nun 24.499 ar­beits­los ge­mel­de­te Per­so­nen. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te ha­be sich da­mit leicht auf 7,4 Pro­zent er­höht, bei jun­gen Men­schen un­ter 25 Jah­ren lag sie bei 6,3 Pro­zent. „Nicht al­le Aus­zu­bil­den­den wur­den von den Be­trie­ben über­nom­men. Ich bin aber zu­ver­sicht­lich, dass es uns ge­lingt, die­sen gut aus­ge­bil­de­ten Fach­kräf­ten zü­gig zu ei­ner neu­en Be­schäf­ti­gung zu ver­hel­fen“, sag­te Schüß­ler. Denn der Be­darf an Fach­kräf­ten bei den Düs­sel­dor­fer Un­ter­neh­men sei nach wie vor hoch. Vie­le jun­ge Men­schen mit ab­ge­schlos­se­ner Aus­bil­dung wür­den ver­mut­lich be­reits nach der Ur­laubs­zeit schon ei­ne neue Be­schäf­ti­gung an­tre­ten.

Die Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten in Düsseldorf blieb auch im Ju­li nach An­ga­ben der Ar­beits­agen­tur wei­ter stark. Ins­ge­samt 1974 neue Stel­len mel­de­ten die Fir­men in der Lan­des­haupt­stadt wäh­rend des Mo­nats zur Be­set­zung der Ar­beits­agen­tur. Ins­ge­samt wa­ren da­mit zum Mo­nats­en­de mehr als 6500 ge­mel­de­te Stel­len un­be­setzt, da­von nach wie vor be­son­ders vie­le im Ge­sund­heits- und So­zi­al­we­sen, im Han­del und im Ho­tel- und Gast­stät­ten­we­sen.

RP-FOTO: UWE-JENS RUHNAU

Sven Hen­ne­bach, ei­ner der Initia­to­ren der Fir­ma, mit den be­son­de­ren Mehr­weg-Be­chern sei­nes Un­ter­neh­mens. In 30 Düs­sel­dor­fer Bä­cke­rei­en und Ca­fés gibt es sie schon.

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