Är­ger um AfD-Ver­an­stal­tung im Hen­kel-Saal

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(lai) Am 13. Au­gust will der Lan­des­ver­band NRW der Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) im Hen­kel-Saal zum Wahl­kampf-Auf­takt la­den. Dar­über gibt es jetzt aber Streit: Der Be­trei­ber des Hen­kel-Saa­les hat die Ver­an­stal­tung ab­ge­sagt. Die AfD will nun mit ih­ren An­wäl­ten spre­chen.

„Ein Mit­ar­bei­ter un­se­rer Event­ab­tei­lung hat die An­fra­ge der Par­tei im Ju­li zu­nächst po­si­tiv be­ant­wor­tet. Als un­se­re Ge­schäfts­füh­rung da­von er­fah­ren hat, hat sie der AfD so­fort ab­ge­sagt. Wir stim­men nicht mit den Wer­ten der Par­tei über­ein, ei­ne sol­che Ver­an­stal­tung wird es bei uns im Haus nicht ge­ben“, sagt Chris­ti­an Erd­mann vom Schlös­ser Quar­tier Bo­hè­me, das den Hen­kel-Saal an der Ra­tin­ger Stra­ße be­treibt. Es sei ein är­ger­li­cher Feh­ler des Mit­ar­bei­ters ge­we­sen, der Par­tei zu­nächst über­haupt zu­zu­sa­gen. Der Lan­des­ver­band der AfD wirbt den­noch wei­ter mit der Ver­an­stal­tung, bei der un­ter an­de­rem die Spit­zen­kan­di­da­tin zur Bun­des­tags­wahl, Ali­ce Wei­del, spre­chen soll. Es ge­be Ver­trä­ge, die un­ter­schrie­ben sei­en, sag­te Re­na­te Zil­les­sen, Spre­che­rin der AfD-NRW, ges­tern auf An­fra­ge. Der Lan­des­ver­band wer­de nun mit sei­nen An­wäl­ten die Sa­che prü­fen.

Mehr Blit­zer, mehr Si­cher­heit

chris­ti­an.herrendorf @rhei­ni­sche-post.de s gibt im­mer noch die weit ver­brei­te­te An­sicht, ei­ne Kom­mu­ne stel­le Blit­zer nur auf, um da­mit ih­re Kas­sen zu fül­len. Von Ab­zo­cke und Fal­len ist in die­sem Zu­sam­men­hang dann sehr ger­ne die Re­de. Bei­des ist be­dau­er­lich und hat we­nig mit der Ver­kehrs­wirk­lich­keit in Düs­sel­dorf zu tun. Das Mör­sen­broi­cher Ei steht seit Jah­ren in den Top 3 der Un­fall­sta­tis­tik und lässt sich we­gen der zahl­rei­chen Ver­bin­dun­gen bau­lich kaum ent­schär­fen. Ähn­lich ist die Si­tua­ti­on im Sü­den auf der Mün­che­ner Stra­ße: hoch­fre­quen­tiert und we­gen der lan­gen ge­ra­den Stre­cke auch noch sehr be­liebt bei Men­schen, die, wenn sie aus grö­ße­rem Ab­stand ei­ne Am­pel auf Gelb sprin­gen se­hen, be­schleu­ni­gen statt zu brem­sen. Wenn an die­sen Stel­len zu ho­hes Tem­po als ei­ne der häu­figs­ten Un­fall­ur­sa­chen durch Blit­zer an­ge­gan­gen wird, be­deu­tet dies auf je­den Fall ei­nen Fort­schritt für die Si­cher­heit. Wenn sol­che Vor­aus­set­zun­gen der Ge­fah­ren­ab­wehr nicht ge­ge­ben wä­ren, könn­te die Stadt die Blit­zer nicht be­trei­ben. Das hat die er­folg­rei­che Kla­ge ge­gen den Blit­zer auf der Fle­her Brü­cke ge­zeigt.

Elau­ra.ihme@rhei­ni­sche-post.de s ist rich­tig und wich­tig, dass die Deich­wäch­ter das Ge­sche­hen rund um die Rhein­wie­se im Au­ge be­hal­ten. Eben­so wich­tig ist es, dass die Ver­an­stal­ter ih­re An­re­gun­gen Ernst neh­men und ver­su­chen, die Pro­zes­se zu be­schleu­ni­gen, da­mit die Na­tur nicht län­ger als nö­tig in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen wird. Doch das Wet­ter nach der Kir­mes hat in die­sem Jahr ge­zeigt: Nicht nur die Dau­er, in der die Wie­se be­las­tet wird, ist ent­schei­dend, son­dern auch, bei wel­chen Wit­te­rungs­ver­hält­nis­sen die ent­schei­den­den Ar­bei­ten durch­ge­führt wer­den. Drei Ta­ge Dau­er­re­gen nach En­de des Rum­mels ha­ben da­für ge­sorgt, dass die Schau­stel­ler mit ih­ren schwe­ren Last­wa­gen die mat­schi­ge Grün­flä­che nur noch mehr be­las­tet ha­ben. Zwar wa­ren sie nach ei­ner Wo­che weg – der Scha­den ist aber wohl grö­ßer, als er ge­we­sen wä­re, wenn sie im Tro­cke­nen ab­ge­baut hät­ten. Das Pro­blem ist al­so weit­aus kom­ple­xer, nicht nur ei­ne rei­ne Zeit­fra­ge. Und so soll­te man viel­leicht kei­ne stren­ge­ren Re­geln auf­stel­len, son­dern je­des Jahr ent­schei­den, was der Na­tur gut­tut – und im Zwei­fel ei­nen Tag beim Ab­bau pau­sie­ren.

ENicht im­mer ei­ne Zeit­fra­ge

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