Ma­ri­ne ju­bi­liert mit neu­er Fah­ne

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STADTTEILE - VON MO­NI­KA GÖTZ

Mit der Ma­ri­ne­kom­pa­nie und den St. Hu­ber­tus-Schei­ben­schüt­zen fei­ern zwei tra­gen­de Säu­len der St. Se­bas­tia­nus-Bru­der­schaft ihr 90-jäh­ri­ges Be­ste­hen.

„Sat­te 90 Jahre Ma­ri­ne­kom­pa­nie, das ist ein tol­les Ju­bi­lä­um“, zeigt sich der Vor­stand der St. Se­bas­tia­nus-Schüt­zen­bru­der­schaft Düs­sel­dorf-Lö­rick 1869 mit den Chefs Tho­mas Hum­mels­beck und Ste­phan Speit be­reits vol­ler Vor­freu­de auf ei­nen der Hö­he­punk­te des Schüt­zen­fests. Dass die­ses Ju­bi­lä­um mit ei­ner neu­en Ma­ri­ne­kom­pa­nie-Fah­ne be­gan­gen wird, ist für al­le ein Grund zur Freu­de.

Durch die Que­re­len um die Reich­kriegs­fah­ne fühl­ten sich die Schüt­zen zu­letzt so­gar in die rechts­ra­di­ka­le Ecke ge­stellt. „Da­bei geht es uns bei die­ser Flag­ge aus­schließ­lich um die Tra­di­ti­on. Un­se­re Ge­mein­schaft hat­te aber oh­ne­hin be­schlos­sen, die Fah­ne 2016 letzt­ma­lig ein­zu­set­zen“, be­kräf­tigt Schrift­füh­rer Andre­as Dü­vel, der 2016/2017 mit Ehe­frau Con­ny als Kö­nig re­gier­te.

So wur­de in Ab­stim­mung mit 19 Ak­ti­ven der Ent­wurf ei­ner „schlich­ten Ver­si­on“in Auf­trag ge­ge­ben. „Uns ist es wich­tig, auf die His­to­rie zu ver­wei­sen. Wir ha­ben mit dem Mi­li­tär nichts zu tun.“Wenn die neue, in Ma­ri­neblau mit See­manns-Zei­chen ge­stal­te­te Fah­ne am Sonn­tag wäh­rend des Fest­got­tes­diens­tes von Dechant Michael De­de­richs ge­weiht wird, ist das für die Ma­ri­ne­kom­pa­nie ein ganz be­son­de­res Er­eig­nis.

Da­ni­el Scha­ber ist im Ju­bi­lä­ums­jahr Kö­nig der Ma­ri­ne­kom­pa­nie. Be­reits heu­te, beim tra­di­tio­nel­len Schmü­cken der Kö­nigs­re­si­den­zen, wird der 26Jäh­ri­ge ge­krönt. Es ist noch kein Jahr her, seit er in die Ma­ri­ne­kom­pa­nie ein­ge­tre­ten ist. „Ich bin zu­fäl­lig zum Schüt- zen­we­sen ge­kom­men. Freun­de ha­ben mich mit­ge­nom­men. Im Vor­jahr war ich schon da­bei, aber oh­ne Uni­form“, er­zählt der Kö­nig.

„Kö­nig der Kö­ni­ge“aber ist Ma­ri­ne­kom­pa­nie-Ka­pi­tän Uwe Vel­ten. „Ich war vor 27 Jah­ren Kö­nig“, er­zählt Vel­ten. Die Po­si­ti­on „Kö­nig der Kö­ni­ge“wird erst zum zwei­ten Mal be­setzt. „Der gro­ße Zeit­auf­wand, den ein Kö­nig auf­brin­gen muss, macht es zu­neh- mend schwie­ri­ger, ei­nen Kan­di­da­ten zu fin­den. Wir wol­len aus­schlie­ßen, dass das Re­gi­ment oh­ne Kö­nig da­steht. Falls es in die­sem Jahr ir­gend­wel­che Pro­ble­me gibt, sprin­ge ich in die­se Lü­cke.“Üb­ri­gens fei­ern auch die St. Hu­ber­tus Schei­ben­schüt­zen Düs­sel­dorf-Lö­rick 1927 90-jäh­ri­ges Be­ste­hen. Es gibt al­so ge­nug An­läs­se, um das Schüt­zen­fest zu ge­nie­ßen.

Ma­ri­ne­kom­pa­nie-Ka­pi­tän Uwe Vel­ten ist der „Kö­nig der Kö­ni­ge“in Lö­rick. Soll­te der Re­gi­ments­kö­nig aus­fal­len, springt er in die Bre­sche.

FO­TOS: SCHÜT­ZEN LÖ­RICK

Da­ni­el Scha­ber trägt das Kö­nigs­sil­ber.

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