Müll­män­ner sol­len Falsch­par­ker fo­to­gra­fie­ren

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(hpaw) Die Awis­ta will ih­re Müll­wa­gen­fah­rer künf­tig mit Smart­pho­nes aus­stat­ten, da­mit sie falsch ge­park­te Au­tos fo­to­gra­fie­ren und ans Ord­nungs­amt mel­den kön­nen. Denn häu­fig kom­men die Fahr­zeu­ge des Ent­sor­gers we­gen Zwei­te-Rei­hePar­kern nicht wei­ter. Be­son­ders pro­ble­ma­tisch sei das für Kr­an­fahr­zeu­ge, die Glas­con­tai­ner lee­ren sol­len, sagt Awis­ta-Spre­cher Ralf Böh­me. Et­wa 50 Mal im Mo­nat mach­ten de­ren Fah­rer ein Fo­to und schick­ten es über das Awis­ta-Be­triebs­bü­ro ans Ord­nungs­amt. Das ver­tei­le die Straf­zet­tel.

Die­ses Ver­fah­ren sol­len in Zu­kunft auch die Müll- und Sperr­müll­wa­gen­fah­rer an­wen­den. Da­zu wer­den die, die bis­her nur ein ein­fa­ches Di­enst­han­dy ha­ben, mit Smart­pho­nes aus­ge­rüs­tet. Das be­tref­fe et­wa 14 Sperr­müll­wa­gen und 60 Müll­wa­gen, so Böh­me. Die Awis­ta den­ke au­ßer­dem dar­über nach, die Fah­rer von Stra­ßen­rei­ni­gung und Win­ter­dienst ent­spre­chend aus­zu­stat­ten.

Er de­men­tier­te al­ler­dings ei­nen Be­richt der „Bild“, die Awis­ta wol­le selbst Kn­öll­chen ver­tei­len. „Wir wer­den das nicht so wie die Rhein­bahn ma­chen.“Die Rhein­bahn darf im Auf­trag des Ord­nungs­amts Falsch­par­ker selbst fest­stel­len.

Die Viel­falt er­hal­ten

ni­co­le.lan­ge@rheinische-post.de urger ge­hen im­mer noch, klar, aber die Zahl der auf die Bu­let­ten­bröt­chen spe­zia­li­sier­ten Re­stau­rants steigt lang­sa­mer. Da­ge­gen er­öff­nen im­mer mehr Steak­häu­ser, gern mit Na­men, die nach Wil­dem Wes­ten und frisch er­leg­tem Rind klin­gen, „Long­horn“et­wa oder „Clas­sic Wes­tern“. Man­cher sorgt sich, dass die Gas­tro­no­mie­sze­ne ins nächs­te Ex­trem kippt, wo­mög­lich ein­tö­nig wird. Das ist aber un­be­rech­tigt – denn nach wie vor ist das An­ge­bot rie­sig und wan­delt sich ste­tig. Auch zehn Steak­häu­ser mehr sind al­so in Ord­nung, denn wenn die Düs­sel­dor­fer kein Fleisch mehr se­hen kön­nen, wer­den die Lä­den das schnell spü­ren.

Freun­de der Viel­falt könn­ten sich eher sor­gen, dass in­zwi­schen vie­le neue Re­stau­rants – von der Trat­to­ria übers Steak­haus bis zum Bur­ger­bra­ter – Fi­lia­len von Ket­ten sind, die we­nig In­di­vi­dua­li­tät und kaum ech­tes Düs­sel­dorf-Ge­fühl bie­ten. Zwar ste­hen sie oft für (min­des­tens) so­li­de Qua­li­tät, doch ech­te Gast­lich­keit fehlt da­für häu­fig. Wer ech­te Viel­falt will, soll­te al­so hof­fen, dass Ver­mie­ter wie­der öf­ter Wir­ten oh­ne gro­ße Ket­te im Rü­cken ei­ne Chan­ce ge­ben.

BEin sport­li­cher Haupt­ge­winn

chris­ti­an.herrendorf @rheinische-post.de ie Spiel­zei­ten der gro­ßen Düs­sel­dor­fer Sport­teams be­gin­nen zwar gera­de erst oder erst noch, aber schon jetzt ist die Sai­son 2017/2018 ei­ne sehr wich­ti­ge und sehr gu­te für den hie­si­gen Sport: Es gibt end­lich wie­der Pro­fi-Hand­ball und da­mit ei­ne Fort­set­zung der ruhm­rei­chen Ge­schich­te die­ser Sport­art in der Lan­des­haupt­stadt. Die Neus­ser und die Düs­sel­dor­fer Hand­bal­ler, die jetzt als Rhein Vi­kings an­tre­ten, sind da­bei auch Vor­bil­der für an­de­re Dis­zi­pli­nen.

Wie es nicht geht, war vor ei­ni­gen Jah­ren im Bas­ket­ball zu se­hen, als erst mit recht viel Geld und mit ei­ner Li­zenz aus Le­ver­ku­sen ver­sucht wur­de, hier ei­nen Erst­li­gis­ten zu eta­blie­ren. Statt­des­sen das Po­ten­zi­al zwei­er gu­ter Mann­schaf­ten mit Fun­da­ment zu­sam­men­zu­füh­ren und ei­ne sehr gu­te Mann­schaft dar­aus zu for­men, hat da­ge­gen bes­te Chan­cen auf­zu­ge­hen. Und Düs­sel­dorf tut’s gut, denn am Don­ners­tag gab es hoch­klas­si­gen Hand­ball und ei­ne min­des­tens eben­sol­che Stim­mung im Ca­s­tel­lo zu er­le­ben.

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