Hen­nings, der ef­fek­ti­ve Tor­jä­ger

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - SPORT - VON THO­MAS SCHUL­ZE

Der 29 Jah­re al­te Stür­mer er­zielt das Füh­rungs­tor und be­rei­tet den zwei­ten Tref­fer vor. Da­mit ist der Blond­schopf maß­geb­lich am 2:0-Sieg des Fuß­ball-Zweit­li­gis­ten Fortu­na beim FC Erz­ge­bir­ge Aue be­tei­ligt.

Hin­ter Rou­wen Hen­nings lie­gen ner­ven­auf­rei­ben­de Wo­chen. In der ver­gan­ge­nen Sai­son war er vom eng­li­schen Klub FC Burn­ley aus­ge­lie­hen und trug mit sei­nen neun Sai­son­to­ren zum Klas­sen­er­halt der Düs­sel­dor­fer in der zwei­ten Li­ga bei. Im Som­mer hieß es dann zu­nächst, er ge­he zu­rück auf die In­sel und wer­de dort sei­nen Ver­trag er-

„Ein Tor nach ei­ner Stan­dard­si­tua­ti­on, ein wei­te­res nach ei­nem Kon­ter

– das freut uns“

Rou­wen Hen­nings fül­len. Dann aber wur­de der Kon­trakt auf­ge­löst und er un­ter­schrieb bei den Rot-Wei­ßen ei­nen Drei-Jah­res-Ver­trag. Ges­tern mach­te Hen­nings das, was man von ei­nem Tor­jä­ger er­war­tet. Er war im rich­ti­gen Mo­ment zur Stel­le und brach­te die Fortu­na kurz vor der Pau­se nach ei­nem Frei­stoß von Ka­an Ay­han in Füh­rung. Nach dem Wech­sel be­haup­te­te er im Mit­tel­feld den Ball und schick­te Ih­las Be­bou auf der lin­ken Sei­te, des­sen Kon­ter Mar­cel So­bott­ka zum 2:0 ab­schloss. Nach 66 Mi­nu­ten durf­te Hen­nings das Feld ver­las­sen.

„Ein Tor nach ei­ner Stan­dard­si­tua­ti­on, ein wei­te­res nach ei­nem Kon­ter – das freut uns, weil wir uns das so vor­ge­nom­men hat­ten. Es war ein ver­dien­ter Sieg“, sag­te der Blond­schopf. Ei­ni­ge im Erz­ge­bir­ge hat­ten ei­ne Ab­seits­stel­lung ver­mu­tet, Hen­nings aber nicht. „Da war ich mir ziem­lich si­cher, denn ich kam drei, vier Me­ter von hin­ten ge­lau­fen. Das Ti­ming hat gut ge­passt. Das Tor fiel zu ei­nem sehr, sehr güns­ti­gen Zeit­punkt. Wir woll­ten nach der Pau­se schnell nach­le­gen, auch das hat gut ge­klappt.“Mit den vier Punk­te kön­ne die Mann­schaft zu­frie­den sein.

Al­so al­les gut? „Nein“, sag­te Hen­ning selbst­kri­tisch. „Ich möch­te nicht nur an To­ren be­tei­ligt sein, son­dern auch gut spie­len. Ich är­ge­re mich, dass mir doch der ein oder an- de­re Ball im Mit­tel­feld ver­sprun­gen ist.“Das war auch mit­ent­schei­dend da­für, dass Fun­kel ihn nach gut ei­ner Stun­de vom Feld nahm. Bei den Düs­sel­dor­fern wird al­so nicht nur auf das Er­geb­nis ge­blickt (so wich­tig das auch ist), son­dern auf die ge­sam­te Leis­tung.

Aber die ist laut Mar­cel So­bott­ka bes­ser als in der ver­gan­ge­nen Sai- son. „Wir ha­ben kom­pakt ge­stan­den“, sag­te er. „Dass wir nach dem 2:0 die Kon­trol­le ver­lo­ren ha­ben, ist rich­tig, aber da Micha­el Ren­sing den ein oder an­de­ren gu­ten Ball ge­hal­ten. Es hat uns be­reits in der ver­gan­ge­nen Sai­son aus­ge­zeich­net, dass wir als Mann­schaft kom­pakt wa­ren, das sind wir jetzt auch.“Und noch ei­nes fällt auf: Rou­wen Hen- nings muss in die­ser Sai­son kei­ne Eck­bäl­le und Frei­stö­ße mehr aus­füh­ren. In Ka­an Ay­han und Ni­ko Gie­ßel­mann ha­ben sich zwei zu­ver­läs­si­ge Schüt­zen her­aus­kris­tal­li­siert. Da­mit kann sich Hen­nings sei­ner ei­gent­li­chen Auf­ga­be wid­men und die Her­ein­ga­ben ver­wan­deln.

In Aue hat das je­den­falls gut funk­tio­niert.

Trai­ner Fried­helm Fun­kel

FO­TO: CHRISTOF WOLFF

Den Ball fest im Blick: Rou­wen Hen­nings trifft mit links zum 1:0 für die Fortu­na ge­gen Aue.

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