Kul­tur braucht ge­nug Platz

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

lau­ra.ihme@rheinische-post.de s ist ei­ne gu­te Nach­richt, dass das „Post­post“noch ein we­nig blei­ben darf. Doch es ist ein Kul­tur­ort auf Zeit, sei­ne Ta­ge sind ge­zählt. Und da­mit kom­men wir zum Kern ei­nes Pro­blems in Düsseldorf: Kul­tur auf Zeit gibt es in der Stadt im­mer wie­der, wenn gro­ße In­ves­to­ren leer­ste­hen­de Ge­bäu­de zur Zwi­schen­nut­zung frei­ge­ben. Das ist für sie aus zwei­er­lei Grün­den nütz­lich: Die Ge­bäu­de wer­den vor Ver­fall und Van­da­lis­mus ge­schützt, Platz für Kul­tur zu ma­chen, ist au­ßer­dem ein Image­ge­winn. Doch tem­po­rä­re Kul­tur­or­te zu schaf­fen, bleibt ein un­voll­ende­tes Be­stre­ben, in ei­ner Stadt wie Düsseldorf, die wächst und wächst, oh­ne an Platz da­zu­zu­ge­win­nen, Raum für Kul­tur, Krea­ti­ve, ver­rück­te Ver­an­stal­tun­gen und For­ma­te zu schaf­fen. Es nützt nichts, wenn je­de Flä­che in der Stadt ir­gend­wann doch zu­ge­baut wird. Kul­tur braucht Platz zum At­men, und das dau­er­haft. Den kann man nur schaf­fen, in­dem man Flä­chen wie je­ne an der Er­kra­ther Stra­ße zu­min­dest teil­wei­se den Krea­ti­ven über­lässt. Das wer­tet auch Wohn­ge­bie­te auf.

E

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.