PER­SÖN­LICH

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - STIMME DES WESTENS -

Mich­ail Saa­ka­schwi­li ist ein Mann von Welt. Als Ge­or­gi­er war er Staats­prä­si­dent, als Ukrai­ner war er Gou­ver­neur. Und jetzt – ist er nichts mehr da­von. Ein Aus­ge­grenz­ter. Ein Staa­ten­lo­ser. Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Pe­tro Po­ro­schen­ko hat ihm die Staats­an­ge­hö­rig­keit ent­zo­gen. Jetzt sitzt Saa­ka­schwi­li in New York und hofft, bald wie­der zu wis­sen, wo er hin­ge­hört. Dass es über­haupt so weit kommt, dass ein Mann, der neun Jah­re lang – von 2004 bis 2013 – die Ge­schi­cke ei­nes Staa­tes lenk­te, kei­nen Staat mehr hat, zu dem er ge­hört, ver­dankt der 49-Jäh­ri­ge ei­ner Lü­ge. Ge­nau­er ge­sagt: ex­tre­mer Ver­schwie­gen­heit.

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