Thor Hey­er­dahl: Auf ei­nem Floß über den Oze­an

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - KRUSCHEL ERKLÄRT’S -

Vor 70 Jah­ren brach der nor­we­gi­sche For­scher Thor Hey­er­dahl zu ei­ner aben­teu­er­li­chen Rei­se auf: Er se­gel­te mit ei­nem Floß Tau­sen­de Ki­lo­me­ter übers Meer.

ein­fa­chen Mit­teln von Süd­ame­ri­ka nach Po­ly­ne­si­en zu ge­lan­gen. Hey­er­dahl stu­dier­te al­te Plä­ne und Bil­der, und schließ­lich ent­stand ein Floß, wie es wohl die Ur­ein­woh­ner Süd­ame­ri­kas be­nutzt ha­ben. Es be­stand aus gro­ßen Baum­stäm­men. Dar­auf stand ei­ne klei­ne Hüt­te aus Bam­bus­roh­ren, mit ei­nem Dach aus Ba­na­nen­blät­tern. Thor Hey­er­dahl glaub­te, die Men­schen in frü­he­ren Zei­ten hät­ten auf ih­rem Weg über das Meer ei­nen be­son­de­ren Wind ge­nutzt, den Pas­sat­wind. Au­ßer­dem ha­be ih­nen ei­ne gro­ße Mee­res­strö­mung ge­hol­fen, der Hum­boldt­strom. Im Lau­fe der Zeit lern­ten Hey­er­dahl und sei­ne fünf Be­glei­ter, wie sie das Floß steu­ern konn­ten. Sie kämpf­ten ge­gen Stür­me und Haie. Nach rund 100 Ta­ge wa­ren sie am Ziel. Sie lan­de­ten auf ei­ner po­ly­ne­si­schen In­sel. Thor Hey­er­dahl wur­de mit ei­nem Schlag welt­be­rühmt. Ob sei­ne Theo­rie tat­säch­lich stimmt, ist heute aber noch im­mer sehr um­strit­ten. dpa

FO­TO: DPA

Das Kon-Ti­ki-Floß ist in ei­nem Mu­se­um der nor­we­gi­schen Stadt Os­lo zu se­hen.

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