AfD-An­trag hat Amts­ge­richt noch nicht be­schäf­tigt

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST -

(wuk) Der für ges­tern an­ge­kün­dig­te Eil-An­trag der Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) auf die ver­trag­lich ver­ein­bar­te Nut­zung des „Quar­tier Bo­hè­me“für ei­ne AfD-Ver­an­stal­tung am 13. Au­gust hat das Amts­ge­richt bis zum Nach­mit­tag nicht er­reicht. Bis 16 Uhr war die Zen­tra­le Ein­gangs­ge­schäfts­stel­le (ZEG) des Amts­ge­richts er­reich­bar, um sol­che An­trä­ge an­zu­neh­men, ein Ak­ten­zei­chen zu­zu­tei­len und da­mit dem zu­stän­di­gen Rich­ter im Eil­dienst zu­zu­lei­ten.

AfD-An­walt Ro­ger Beck­amp woll­te im Lau­fe des spä­ten Nach­mit­tags sei­nen Schrift­satz fer­tig­stel­len und per Fax ans Amts­ge­richt wei­ter­lei­ten. Da­mit kä­me der Vor­gang frü­hes­tens heute in den all­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­trieb beim Amts­ge­richt. Wie ei­ne Ge­richts­spre­che­rin be­stä­tig­te, war dort von den bei­den Ge­sell­schaf­tern der Quar­tier Bo­hè­me Gm­bH, Tors­ten te Paß und Chris­ti­an Erd­mann, bis zum Nach­mit­tag aber auch kei­ne Schutz­schrift hin­ter­legt wor­den. Bei früh­zei­tig an­ge­kün­dig­ten An­trä­gen wie dem der AfD gilt die Hin­ter­le­gung ei­ner Schutz­schrift als ge­richts­üb­lich. Dar­in kann ei­ne an­ge­grif­fe­ne Pro­zess­par­tei ih­re Kern-Po­si­tio­nen für ei­nen Rechts­streit be­reits ein­rei­chen. Das dient da­zu, ei­ne kurz­fris­ti­ge Ent­schei­dung des Ge­richts zu er­mög­li­chen. Ob es zum AfD-An­trag auf Er­lass ei­ner Einst­wei­li­gen Ver­fü­gung ge­gen die Quar­tier Bo­hè­me Gm­bH al­lein nach Ak­ten­la­ge kommt oder ob der heute zu­stän­di­ge Eil-Rich­ter doch ei­ne münd­li­che Er­ör­te­rung mit bei­den Sei­ten an­be­raumt, ist noch of­fen.

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