Flie­ger­bom­be in De­ren­dorf wird um 11 Uhr ent­schärft

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(sg) Bei Bau­ar­bei­ten an der Mer­zi­ger Stra­ße ist ges­tern ei­ne Fün­fZ­ent­ner-Flie­ger­bom­be ge­fun­den wor­den. Sie soll heute um 11 Uhr ent­schärft wer­den.

Bis 9.30 Uhr müs­sen die An­woh­ner in ei­nem Ra­di­us von 250 Me­ter ih­re Woh­nun­gen ver­las­sen. Das be­trifft in dem Wohn­ge­biet zwi­schen Ra­ther und Ul­men­stra­ße rund 2300 Men­schen, dar­un­ter auch die 80 Be­woh­ner ei­nes Pfle­ge­heims, die am Morgen von den Hilfs­diens­ten in an­de­re Ein­rich­tun­gen ge­bracht wer­den. Au­ßer­dem hat Ro­land Reichardt, Vi­ze­prä­si­dent für Stu­di­um, Leh­re und In­ter­na­tio­na­les, die Klau­su­ren am Cam­pus De­ren­dorf der Hoch­schu­le Düs­sel­dorf ab­ge­sagt, be­trof­fen sind min­des­tens die Fach­be­rei­che Ma­schi­nen­bau und Ver­fah­rens­tech­nik, Elek­tro- und In­for­ma­ti­ons­tech­nik so­wie Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten.

Im wei­te­ren Um­kreis von 500 Me­tern um die Bom­ben­fund­stel­le sind 4400 Men­schen be­trof­fen, die sich ab 10 Uhr nicht mehr auf der Stra­ße auf­hal­ten dür­fen. Das Bür­ger­te­le­fon der Stadt ist ab 7 Uhr un­ter 3889889 er­reich­bar. Wir be­rich­ten lau­fend ak­tu­ell bei www.rp-on­li­ne.de/du­es­sel­dorf .

Bit­te ach­ten Sie auf das Ge­päck

stefani.geilhausen @rhei­ni­sche-post.de ehr­fach in der St­un­de er­tönt der Hin­weis vom Band: Bit­te ach­ten Sie auf Ihr Ge­päck. Dass her­ren­los her­um­ste­hen­de Kof­fer in öf­fent­li­chen Ge­bäu­den vol­ler Men­schen ei­ne po­ten­zi­el­le Ge­fahr dar­stel­len, ist gera­de in die­sen Zei­ten je­dem klar, der halb­wegs bei Sin­nen ei­nen Flug­ha­fen be­tritt. Al­so klam­mern wir uns an un­se­re Trol­leys und trau­en uns erst zur Toi­let­te, wenn der Kof­fer si­cher ab­ge­ge­ben ist. Dass der Kof­fer dann ent­we­der ste­hen­bleibt, oder wo­an­ders hin­ge­flo­gen wird, wo er dann wie­der ste­hen­bleibt, weil wir ihn da nicht ab­ho­len kön­nen – dar­an den­ken wir doch nicht.

Meh­re­re hun­dert sol­cher her­ren­lo­ser Kof­fer stan­den am Wo­che­n­en­de in Düs­sel­dorf her­um. Wer sei­nen ver­miss­te, brauch­te bloß ei­nen Zet­tel im In­ter­net aus­zu­dru­cken und durf­te am über­for­der­ten Per­so­nal vor­bei, sich selbst be­die­nen. Und wäh­rend ge­wis­ser­ma­ßen je­der­mann im Si­cher­heits­be­reich in frem­den Kof­fern wüh­len kann, läuft drau­ßen wie­der die Band­an­sa­ge... Die Part­ner­un­ter­neh­mer des Flug­ha­fens müs­sen end­lich be­grei­fen, dass auch sie Ver­ant­wor­tung tra­gen.

Mchris­ti­an.herrendorf @rhei­ni­sche-post.de ine Bahn­hal­te­stel­le auf der Gra­fen­ber­ger Al­lee, der SBahn­hof in De­ren­dorf und jetzt der Höherweg – die Stadt zeigt sich im Stra­ßen­ver­kehr im Mo­ment von ih­rer ex­pe­ri­men­tier­freu­di­gen Sei­te. Die­ser Mut zum Ver­such ist wich­tig und rich­tig. Das hat zu­nächst ganz prak­ti­sche Grün­de, denn das Ver­hal­ten von Au­to­fah­rern in ei­ner neu­en Ver­kehrs­si­tua­ti­on lässt sich nicht si­mu­lie­ren, das muss man in der Pra­xis mes­sen. Auch wenn die Ex­pe­ri­men­te zu­nächst nur je­weils ei­nen Punkt in der Stadt be­tref­fen, ha­ben sie im Er­folgs­fall weg­wei­sen­de Wir­kung. Sie hel­fen im Klei­nen die gro­ßen Ver­kehrs­pro­ble­me und ih­re Ne­ben­wir­kun­gen an­zu­ge­hen. An der Gra­fen­ber­ger Al­lee ist ein Stück ei­ner Spur, die sich Au­tos und Stra­ßen­bahn ge­teilt ha­ben, für die Kraft­fahr­zeu­ge ge­sperrt wor­den. Im In­di­vi­du­al­ver­kehr sind die Fol­gen ge­ring, den öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr aber ma­chen sie deut­lich at­trak­ti­ver, weil die Bah­nen nun un­ge­hin­dert und viel schnel­ler durch­kom­men. Das er­schien einst (wie jetzt der Höherweg) auch mal als wa­ge­mu­ti­ger Ver­such.

ERich­ti­ger Mut für Stra­ßen­ver­kehr

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