Spar­kas­se schickt On­li­ne-Kun­den Wer­bung

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER WIRTSCHAFT -

Die Stadt­spar­kas­se än­dert ab dem 1. Ok­to­ber ih­re Nut­zungs­be­din­gun­gen für elek­tro­ni­sche Post.

(tak/pfw) All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen (AGB) soll­te man le­sen, doch häu­fig kommt es nicht da­zu: Mal fehlt Zeit, mal In­ter­es­se. Da­bei wer­den auf die­sem Weg nicht sel­ten für Kun­den wich­ti­ge Än­de­run­gen kund­ge­tan. So wie im ak­tu­el­len Schrei­ben, das die Stadt­spar­kas­se Düs­sel­dorf jetzt an ih­re On­li­neKun­den ge­schickt hat. Die SSK än­dert näm­lich ab dem 1. Ok­to­ber die Be­din­gun­gen für die Nut­zung des Elek­tro­ni­schen Post­fachs. Dort sol­len künf­tig nicht nur sämt­li­che Mit­tei­lun­gen der Spar­kas­se, son­dern auch ih­rer Ver­bund­part­ner so­wie werb­li­che In­hal­te ein­ge­stellt wer­den.

Das heißt: On­li­ne-Ban­king-Nut­zer be­kom­men bald un­ge­fragt Wer­bung zu­ge­schickt. Ei­nen Kun­den är­gert das Vor­ha­ben: „Wenn ich das rich­tig ver­ste­he, will mich die Stadt­spar­kas­se dem­nächst mit Wer­bung voll­spam­men, mich mit Zwangs­Wer­bung be­glü­cken. “

Als Al­ter­na­ti­ve bleibt, das elek­tro­ni­sche Post­fach ab­mel­den zu las­sen. Bei der Bank klingt das harm­lo­ser: Es sei nor­mal, dass AGB von Zeit zu Zeit an die ak­tu­el­le Rechts­spre­chung an­ge­passt und für On­li­nekun­den in­halt­lich und funk­tio­nal ve­rän­dert wer­den, sag­te Spre­cher Micha­el Die­ter Klein. In den ak­tu­el­len Än­de­run­gen der All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen sieht die Stadt­spar­kas­se Düs­sel­dorf so­gar ei­nen Di­enst am Kun­den: „Es geht nicht dar­um, Kun­den mehr Wer­bung zur Ver­fü­gung zu stel­len“, sagt Klein. Viel­mehr ge­he es dar­um, dass Kun­den, die vor­zugs­wei­se On­li­neBan­king nut­zen, die­sel­ben In­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den wie den­je­ni­gen, die re­gel­mä­ßig ei­ne Fi­lia­le auf­su­chen. „Im Zwei­fels­fall ge­hen On­li­ne-Ban­kin­gNut­zer nicht mehr in die Fi­lia­len. Und dort lie­gen ja auch Bro­schü­ren mit den neu­es­ten Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen aus“, so Klein. Das sei­en bei­spiels­wei­se ak­tu­el­le In­for­ma­tio­nen zu Ra­ten­kre­di­ten, zur Ries­ter-Ren­te und ähn­li­chem. Mit­tei­lun­gen von Ver­bund­part­nern könn­ten bei­spiels­wei­se An­ge­bo­te der Pro­vin­zi­al­ver­si­che­rung sein.

Doch in der Fi­lia­le kön­nen Kun­den wäh­len, ob sie ei­ne Bro­schü­re mit­neh­men möch­ten, ob die In­for­ma­ti­on re­le­vant sein könn­te. Beim elek­tro­ni­schen Post­fach nicht. Das sei je­doch tech­nisch nicht an­ders lös­bar, er­klärt Klein. Für On­li­neBan­king-Nut­zer, de­nen die neu­en AGB Bauch­schmer­zen be­rei­ten, hat die Stadt­spar­kas­se ei­nen Rat: „Bei Klä­rungs­be­darf soll­ten Kun­den mit ih­rem Kun­den­be­ra­ter spre­chen. Im di­rek­ten Aus­tausch las­sen sich Fra­gen si­cher­lich ein­fa­cher klä­ren.“

MON­TA­GE: PRESS­RE­LA­TI­ONS/DM

Das Kraft­werk-Konzert am 1. Ju­li im Eh­ren­hof fand ei­nen viel­fäl­ti­gen Nie­der­schlag in den so­zia­len Me­di­en.

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