Wer ist hier der Boss?!

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST -

Ges­tern war ja Welt­kat­zen­tag. Das ha­ben Sie si­cher auch in den so­zia­len Netz­wer­ken ge­se­hen, über­all wur­den Fo­tos und Vi­de­os von nied­li­chen Kätz­chen ge­pos­tet. Über die trau­ri­ge Wahr­heit hin­ter die­sem Fest­tag hat aber mal wie­der nie­mand ge­spro­chen: Der Welt­kat­zen­tag ist über­flüs­sig. Kat­zen ha­ben je­den Tag Welt­kat­zen­tag, das kön­nen wir Ih­nen ver­si­chern. Wir sind ge­ra­de näm­lich wie­der Kat­zen­el­tern auf Zeit, hü­ten das flau­schi­ge klei­ne Ge­tier un­se­res Kol­le­gen, wäh­rend die­ser im Ur­laub ist. Und sa­gen wir mal so: Seit Frau Flausch (die ehr­li­cher­wei­se nied­lichs­te Kat­ze der Welt) bei uns wohnt, ha­ben wir die Ho­heit über das ei­ge­ne Heim voll­stän­dig ver­lo­ren. Wann wir auf­ste­hen? Be­stimmt die Kat­ze, meist ist sie so ge­gen 5 Uhr mor­gens wach und teilt uns dann in sehr schril­len Lau­ten mit, dass es nun Zeit fürs Früh­stück ist. Wenn sie das dann er­hal­ten halt, macht sie erst ein­mal Sies­ta – klar, war ja auch an­stren­gend, uns zu we­cken. Wir kön­nen dann nicht mehr schla­fen. Wenn wir trau­rig sind und ganz drin­gend mal das flau­schi­ge Fell strei­chen müs­sen, hat sie da­ge­gen kei­ne Zeit für uns, muss sich put­zen, schla­fen oder un­se­ren Arm als Pun­ching­ball be­nut­zen. Wenn wir aufs So­fa wol­len, liegt sie dort schon, quer na­tür­lich. Wenn wir am Com­pu­ter ar­bei­ten, legt sie sich auf un­se­re Tas­ta­tur. Die Kat­ze hat un­se­re Woh­nung zu ih­rer Flin­ge­ra­ner Som­mer­re­si­denz ge­macht. Aber ver­dammt, ist die flau­schig!

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