Ver­bo­te sind für al­le gleich

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

stefani.geilhausen @rheinische-post.de och wäh­rend auf der Rhein­wie­se die iri­schen Land­fah­rer ih­re Sie­ben­sa­chen pack­ten, fuhr ges­tern ein Düs­sel­dor­fer Opel durch die ge­öff­ne­te Schran­ke auf den Rhein­damm. So­fort ging vor ihm ein OSD­ler in Po­si­tur, und hät­te es sich beim Fah­rer nicht um ei­nen am Ein­satz be­tei­lig­ten Zi­vil­po­li­zis­ten ge­han­delt, wä­re er zu­min­dest fort­ge­schickt wor­den. Die Land­fah­rer, die zu­vor so­gar ge­schlos­se­ne Schran­ken igno­riert hat­ten, blie­ben un­be­hel­ligt.

Na­tür­lich wä­ren Straf­gel­der bei die­ser Grup­pe schwie­rig ein­zu­trei­ben. Aber dar­um geht es nicht. Son­dern dar­um, deut­lich zu ma­chen, dass in Düs­sel­dorf be­stimm­te Din­ge nicht er­laubt sind und dass be­straft wird, wer sie trotz­dem tut. Und dass das für je­der­mann gilt, nicht nur für die Bür­ger die­ser Stadt (die üb­ri­gens die Kos­ten die­ses Ein­sat­zes zu tra­gen ha­ben). Und wenn hier an­geb­lich aus Grün­den der Ge­fah­ren­ab­wehr mit zwei­er­lei Maß ge­mes­sen wer­den muss­te – schön und gut. Dann hät­te die Ab­wehr aber auch schnel­ler, frü­her und ent­schlos­se­ner er­fol­gen müs­sen.

Ntan­ja.karrasch @rheinische-post.de ie Si­cher­heit von Kin­dern geht vor. Ver­schmutz­tes Was­ser oder ein un­voll­stän­di­ges Brand­schutz­kon­zept sind kei­ne Lap­pa­li­en. Kein El­tern­teil wür­de un­ter die­sen Vor­aus­set­zun­gen das ei­ge­ne Kind ru­hi­gen Ge­wis­sens in die Ki­ta ge­ben kön­nen. In­so­fern ist es selbst­ver­ständ­lich, dass die Ki­ta im Volks­gar­ten noch ge­schlos­sen blei­ben muss. Und doch ha­ben sich die El­tern der 112 Ki­ta-Kin­der dar­auf ein­ge­stellt, dass ihr Nach­wuchs nun be­treut wird. Nun fehlt jeg­li­che Pla­nungs­si­cher­heit. Das stellt be­son­ders be­rufs­tä­ti­ge El­tern vor ein gro­ßes Pro­blem. Kurz­fris­tig ei­ne Be­treu­ungs­al­ter­na­ti­ve zu fin­den, ist schwie­rig. Den Be­trof­fe­nen hät­te ge­hol­fen wer­den kön­nen, wä­ren sie frü­her in­for­miert wor­den. Der In­ves­tor hät­te frü­her war­nen müs­sen, dass der Zeit­plan nicht ein­ge­hal­ten wer­den kann. Auch ei­ne E-Mail sei­tens des Ver­eins ist vor dem Hin­ter­grund der Kurz­fris­tig­keit zu we­nig In­for­ma­ti­on. Die Stadt und der Bau­trä­ger müs­sen nun al­les da­für tun, dass die Kin­der in die­ser schö­nen Ki­ta schnellst­mög­lich be­treut wer­den kön­nen.

DKom­mu­ni­ka­ti­on ist schief­ge­lau­fen

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