Stadt för­dert Um­rüs­tung von Fas­sa­den­däm­mun­gen

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

(RP) Seit dem ver­hee­ren­den Brand ei­nes Hoch­hau­ses in Lon­don An­fang Ju­li, der sich über die leicht ent­zünd­ba­re Au­ßen­ver­klei­dung be­son­ders schnell aus­brei­ten konn­te, ist die Däm­mung von Fas­sa­den auch in Düs­sel­dorf zum The­ma ge­wor­den. Jetzt gibt das Um­welt­amt Tipps, wie Haus­be­sit­zer in si­che­re und gleich­zei­tig um­welt­freund­li­che Ma­te­ria­li­en in­ves­tie­ren kön­nen.

Sol­che Dämm­stof­fe wie zum Bei­spiel Per­lit oder St­ein­wol­le sind mit ei­nem Qua­li­täts­zei­chen oder dem Sie­gel „Blau­er En­gel“aus­ge­zeich­net. Die Brenn­bar­keit ei­nes Bau­stoffs wird da­ge­gen durch die Bau­stoff­klas­se A1 bis E be­schei­nigt. Ein um­welt­freund­li­cher und gleich­sam schwer brenn­ba­rer Dämm­stoff ver­fü­ge so­mit auch gleich­zei­tig über ein Sie­gel und sei mit der Bau­stoff­klas­se A1/A2, was „nicht brenn­bar“be­deu­tet, klas­si­fi­ziert. Ei­ne Fas­sa­de, die mit solch ei­nem Ma­te­ri­al be­stückt sei, hal­te die Wär­me in den Wohn­räu­men und füh­re zu Ein­spa­run­gen zwi­schen 20 und 25 Pro­zent der jähr­li­chen Heiz­kos­ten, sagt Um­welt­de­zer­nen­tin Hel­ga Stul­gies. Der Ein­satz von um­welt­freund­li­chen und nicht brenn­ba­ren Fas­sa­den- däm­mun­gen senkt aber nicht nur Heiz­kos­ten, son­dern ver­bes­sert zu­sätz­lich die Si­cher­heit im Brand­fall. Wer als Haus­be­sit­zer in Düs­sel­dorf in sol­che Ma­te­ria­li­en in­ves­tiert, er­hält von der Stadt ei­ne För­de­rung im Zu­ge des Pro­gram­mes „Kli­ma­freund­li­ches Woh­nen und Ar­bei­ten in Düs­sel­dorf“: „Wer für die um­welt­freund­li­che und nicht brenn­ba­re Fas­sa­den­däm­mung ei­nen An­trag im För­der­pro­gramm stellt, dem er­stat­tet die Stadt 30 Eu­ro pro Qua­drat­me­ter Dämm­flä­che“, sagt In­ge Bantz, stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin des Um­welt­am­tes.

Die For­mu­la­re für das För­der­pro­gramm so­wie wei­te­re In­for­ma­tio­nen da­zu gibt es im In­ter­net un­ter www.du­es­sel­dorf.de/kli­ma­freund­lich­woh­nen. Al­ter­na­tiv kön­nen die Un­ter­la­gen aber auch im Um­welt­amt te­le­fo­nisch un­ter 8925955 oder per Mail an kli­ma­freund­lich-woh­nen@du­es­sel­dorf.de an­ge­for­dert wer­den. Sa­nie­rungs­ar­bei­ten, wie der Aus­tausch von Fens­tern und der Ein­bau von Lüf­tungs­an­la­gen mit Wär­me­rück­ge­win­nung, sind eben­falls Ge­gen­stand des Pro­gramms. Auch für So­lar- und Pho­to­vol­ta­ikAn­la­gen gibt es Zu­schüs­se.

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