Ein­bre­cher biss Mie­ter in den Arm

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORFER STADTPOST -

Zwei Män­ner wur­den bei ei­nem Woh­nungs­ein­bruch in Un­ter­bilk über­rascht. Mit Ge­walt ver­such­ten sie, zu ent­kom­men.

(wuk) Bei der Rück­kehr in sei­ne Woh­nung dort nach­mit­tags zwei Ein­bre­cher auf fri­scher Tat an­zu­tref­fen – die­ses Schre­ckens-Sze­na­rio ist ei­nem Mie­ter in ei­nem Mehr­par­tei­en­haus an der Neus­ser Stra­ße im April wi­der­fah­ren. Und von ei­nem der Die­be wur­de der Mie­ter dann so­gar noch in den Arm ge­bis­sen so­wie mit ei­nem Schrau­ben­dre­her be­droht. Da­für muss sich ein 40Jäh­ri­ger, der di­rekt nach der Tat ver- haf­tet wur­de, seit ges­tern vor dem Land­ge­richt ver­ant­wor­ten. Die An­kla­ge ge­gen ihn lau­tet auf ge­mein­schaft­li­chen Raub. Doch was er da­zu aus­sa­gen will, wird sich erst mor­gen zei­gen.

Laut den Er­mitt­lun­gen hat­te der 40-Jäh­ri­ge mit ei­nem Kom­pli­zen an je­nem April­nach­mit­tag die Woh­nungs­tür im zwei­ten Ober­ge­schoss mit ei­nem Stemm­ei­sen ge­knackt. Ge­mein­sam hat­te das Ein­bre­cher- duo drin­nen gera­de schon al­le Wert­sa­chen zu­sam­men­ge­rafft, dar­un­ter Elek­tro­ge­rä­te, Bar­geld und ei­ne Uhr – als plötz­lich der Woh­nungs­in­ha­ber kurz vor 17 Uhr zu­rück­kehr­te. Im fol­gen­den Ger­an­gel sol­len bei­de Tä­ter dann al­les dar­an ge­setzt ha­ben, um im Be­sitz ih­rer frisch ge­pack­ten Beu­te zu blei­ben. Buch­stäb­lich mit Zäh­nen und Klau­en soll da­bei der 40-Jäh­ri­ge be­son­ders ei­nen Ruck­sack ver­tei­digt ha- ben, in dem die Wert­sa­chen ver­staut wa­ren. Den wehr­haf­ten Mie­ter ha­be der An­ge­klag­te zu­nächst in den Un­ter­arm ge­bis­sen, ihn dann am Knie ver­letzt, ha­be ihm noch ge­gen den Ober­kör­per ge­schla­gen und ihn zu­letzt mit ei­nem Schrau­ben­dre­her be­droht.

Ge­hol­fen hat es die­sem Tä­ter aber nichts. Wäh­rend sein Kum­pan in dem gan­zen Hand­ge­men­ge mit dem er­beu­te­ten Geld von 1250 Eu­ro knapp ent­kom­men konn­te, wur­de der 40-Jäh­ri­ge noch am Tat­ort über­wäl­tigt und sitzt seit­dem in U-Haft. Das Amts­ge­richt hat­te den Pro­zess ge­gen ihn im Mai an das Land­ge­richt ver­wie­sen, da aus Sicht der Amts­rich­te­rin spe­zi­ell die Be­dro­hung des Mie­ters mit dem Schrau­ben­dre­her so­gar „ei­ne Ge­fahr für Leib und Le­ben“dar­stell­te. Jetzt al­so rollt das Land­ge­richt den Pro­zess um den miss­glück­ten Ein­bruch und Raub ganz von vor­ne auf. Als Ne­ben­klä­ger samt An­walt tritt da­bei auch der ge­bis­se­ne Mie­ter auf.

Nach Ver­le­sung der An­kla­ge ließ der 40-Jäh­ri­ge ges­tern er­klä­ren, er wol­le zu den Tat­vor­wür­fen ei­ne Aus­sa­ge ab­lie­fern. Al­ler­dings erst am nächs­ten Pro­zess­tag, der für mor­gen vor­ge­se­hen ist. Das Land­ge­richt hat für die Ver­hand­lung vor­sorg­lich noch ei­nen wei­te­ren Ter­min An­fang Sep­tem­ber re­ser­viert.

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