Bes­te EM-Ar­gu­men­te

Rheinische Post – Stadtteilausgabe Duesseldorf-Mitte/West - - DÜSSELDORF -

christian.herrendorf @rhei­ni­sche-post.de ie De­bat­te um die Fuß­bal­lEu­ro­pa­meis­ter­schaft er­in­nert an den Eu­ro­vi­si­on Song Con­test 2011 – und der ist letzt­lich nach Düsseldorf ver­ge­ben wor­den. Da­mals gab es auch ei­ni­ge Or­te, die aus emo­tio­na­len Grün­den fa­vo­ri­siert er­schie­nen, am Schluss setz­ten sich die ra­tio­na­len Ar­gu­men­te durch. Düs­sel­dorfs Are­na ist für Groß­er­eig­nis­se so ge­eig­net wie ei­ni­ge an­de­re auch, wenn man von den gro­ßen Sta­di­en in Mün­chen, Dort­mund und Berlin ein­mal ab­sieht. In punc­to Um­feld ist Düsseldorf aber kaum zu schla­gen. Der Flug­ha­fen liegt di­rekt ne­ben der Are­na, die eben­falls be­nach­bar­te Mes­se hat al­lein in die­sem Jahr zwei Mal be­wie­sen, dass sie für den Spit­zen­sport und des­sen Drum­her­um ei­ne sehr gu­te Adres­se ist. Dar­über hin­aus ver­fügt Düsseldorf über die nö­ti­ge An­zahl von Ho­tels in al­len er­for­der­li­chen Ka­te­go­ri­en. Bei al­lem Re­spekt für zum Bei­spiel Mön­chen­glad­bach und sei­ne gro­ße Fuß­bal­lHis­to­rie. Wer dort nach ei­nem Bun­des­li­ga­spiel mal ver­sucht hat, die Heim­rei­se an­zu­tre­ten, der kennt ein wei­te­res sehr gu­tes Ar­gu­ment für Düsseldorf.

Du­we-jens.ruhnau @rhei­ni­sche-post.de s ist scha­de, aber wohl ty­pisch mensch­li­ches Ver­hal­ten: Erst wenn es be­ginnt weh zu tun, be­wegt sich et­was in die rich­ti­ge Rich­tung. Die­sel-Ga­te, schlech­te Luft in Bal­lungs­räu­men und die Re­ni­tenz der kla­ge­freu­di­gen Um­welt­hil­fe könn­ten im Ver­ein da­zu füh­ren, dass die Luft in deut­schen Groß­städ­ten tat­säch­lich bes­ser wird. Das ist aus Sicht der Men­schen, die in die­sen Städ­ten le­ben, sehr zu be­grü­ßen. Auch sonst spricht nichts für schlech­te Luft, son­dern im Ge­gen­teil al­les da­für, tech­ni­sche In­no­va­tio­nen zur Ver­bes­se­rung der Le­bens­qua­li­tät zu nut­zen. Es ist be­grü­ßens­wert, wenn Un­ter­neh­men es zu ei­nem ih­rer Zie­le er­he­ben, mög­lichst we­nig „Stin­ker“in der Fahr­zeug­flot­te zu ha­ben. Es ist gut, wenn die Awis­ta ei­nen Elek­tro-Müll­wa­gen ent­wi­ckeln will. Es ist gut, wenn die Viel­fah­rer von der Rhein­bahn nun auch auf Elek­tro-Busse set­zen – da wä­re so­gar mehr Of­fen­si­ve wün­schens­wert und der Wil­le, bei die­sem Punkt in der Bran­che vor­ne mit zu spie­len. Denn bes­se­re Luft muss sein – in der wach­sen­den Stadt sind schließ­lich nicht we­ni­ger, son­dern mehr Au­tos un­ter­wegs.

Etan­ja.karrasch @rhei­ni­sche-post.de ie Weit­läu­fig­keit macht den Nord­fried­hof be­son­ders, sie stellt je­doch nicht nur äl­te­re, son­dern auch jün­ge­re Men­schen mit Geh­be­hin­de­rung vor ein Pro­blem: Die We­ge zu vie­len Grä­bern sind weit, bei Re­gen oder im Win­ter kann Glät­te hin­zu­kom­men. Der Be­such am Gr­ab ei­nes ge­lieb­ten Men­schen soll­te aber al­len er­mög­licht wer­den. Hin­zu kommt, dass es zu­letzt ver­mehrt zu Raub­über­fäl­len auf Fried­hö­fen in Nord­rhein-West­fa­len kam. Be­su­cher, die sich al­lei­ne un­si­cher füh­len, kön­nen sich mit dem Fried­hofs­mo­bil zum Gr­ab fah­ren las­sen. Durch die Ko­ope­ra­ti­on mit der ZWD blei­ben auch die Kos­ten für die Fah­rer im Rah­men. Und die wie­der­um wer­den nach lan­ger Ar­beits­lo­sig­keit wie­der in die Ar­beits­welt in­te­griert. Das ers­te Fried­hofs-Ta­xi hat al­so nur po­si­ti­ve Ef­fek­te. Des­halb hat das Vor­ha­ben von Se­nio­ren­rat und Gar­ten­amt je­de Un­ter­stüt­zung ver­dient, da­mit auch Süd­fried­hof-Be­su­cher mög­lichst bald von ei­nem Fahr­dienst pro­fi­tie­ren kön­nen. Der Stadt­rat soll­te den An­trag in der nächs­ten Sit­zung am 21. Sep­tem­ber be­wil­li­gen.

DBes­se­re Luft muss sein Fried­hofs­mo­bil soll kom­men

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